Sa, 16. Dezember 2017

Aufwärtstrend 2014

19.02.2015 10:31

Zahl der Einbürgerungen um 3,7 Prozent gestiegen

Die Zahl der Einbürgerungen in Österreich war 2014 mit insgesamt 7.693 um 3,7 Prozent höher als im Jahr davor. Der Aufwärtstrend, der seit 2010 zu verzeichnen ist, setzt sich somit fort. 37,1 Prozent der neu eingebürgerten Menschen wurden bereits in Österreich geboren, 39,1 Prozent waren unter 18 Jahre alt. Mit einem Plus von 20 Prozent kamen in der Steiermark die meisten neuen Österreicher dazu.

Die Einbürgerungszahlen sanken seit dem Rekordjahr 2003 (45.112 Fälle) kontinuierlich und erreichten im Jahr 2010 ein Minimum von 6.190. Seit 2011 ist ein Anstieg der Einbürgerungen festzustellen, der sich 2014 weiter fortsetzte.

Unter den Ländern der bisherigen Staatsangehörigkeit lag im Jahr 2014 Bosnien und Herzegowina mit 1.120 Personen (14,6 Prozent) an erster Stelle. Aus der Türkei kamen 885, aus Serbien 671, aus der Russischen Föderation 433 und aus dem Kosovo 381 eingebürgerte Personen, berichtete die Statistik Austria am Donnerstag.

Mehr Einbürgerungen in vier Bundesländern
In vier Bundesländern wurden im Jahr 2014 mehr Personen eingebürgert als im Jahr 2013. Die Zuwächse fielen am deutlichsten in der Steiermark (plus 20 Prozent), in Wien (plus 8,6 Prozent) und im Burgenland (plus 7,9 Prozent) aus, geringer in Oberösterreich (plus 0,4 Prozent). In Niederösterreich (minus 1,6 Prozent), in Salzburg (minus 2,6 Prozent), in Kärnten (minus 4,3 Prozent) sowie in Vorarlberg (minus 5,1 Prozent) und in Tirol (minus 9,2 Prozent) wurden dagegen weniger Personen als im Vorjahr eingebürgert.

Über 50 Prozent hatten Rechtsanspruch
Mehr als die Hälfte aller Einbürgerungen (55,5 Prozent) erfolgte aufgrund eines Rechtsanspruchs. 378 Personen wurden aufgrund eines mindestens 15-jährigen Wohnsitzes in Österreich und nachhaltiger Integration und 829 Personen aufgrund der Ehe mit einem Österreicher bzw. mit einer Österreicherin eingebürgert. 123 der eingebürgerten Personen hatten ihren Wohnsitz im Ausland.

Weitere 1.230 Personen erhielten die Staatsbürgerschaft im Ermessen (16 Prozent), darunter 1.153 Personen nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz. Unter dem Titel "Erstreckung der Verleihung" wurden 248 Ehegatten sowie 1.945 Kinder eingebürgert.

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