Do, 23. November 2017

SALK-Garage eröffnet

18.02.2015 18:48

Tägliches Verkehrschaos im Spital endlich vorbei

Die neue Parkgarage im Salzburger Landeskrankenhaus ging am Mittwoch mit 882 Parkplätzen in Betrieb. Ein Lokalaugenschein der "Krone" zeugte von einem deutlich ruhigeren Stimmungsbild auf dem Klinikareal. Dem Parkchaos dürfte damit ein Ende gesetzt sein.

Mittwoch, 9.30 Uhr: An den Klinik-Einfahrten in Mülln und Aiglhof informieren Hostessen über die lang ersehnte Errungenschaft. Das Parkhaus mit auffälligen Betonlamellen als Meilenstein – als "Monstrum“ am Bahndamm, das von beiden Seiten leicht zu finden ist. Vorsichtig sich Autofahrer zum allerersten Mal auf die breite Rampe und erleben gleich eine Überraschung: Auf den ersten Blick scheint man im Erdgeschoß zu kreisen. Der Weg führt scheinbar unbemerkt nach oben. Die besondere Konstruktion des Grazer Architekturbüros Pucher macht das möglich: Auf- und Abfahrt sind wie eine Spindel angelegt und können jeweils in der Mitte gequert werden. "Endlich ist es so weit. Man muss nicht mehr lange suchen“, freut sich eine junge Mutter, die ihr Baby in der Trage hält und dringend zur Untersuchung muss. Die Orientierung fällt noch etwas schwer: Die Geschoße sind zwar mit Buchstaben gekennzeichnet. Es fehlen aber Farben.

Von den vorerst 882 Parkplätzen ist in den ersten Stunden ein Großteil schon in den ersten Stunden belegt. An der Hauptdurchfahrt durchs Areal steht ein Sperrkreuz: Der Verkehr wird von beiden Seiten an die Bahn geführt. Am Tor herrscht Ruhe: Kaum parkende Autos. Kein Verkehr, der sich mühsam durch die Engstelle quält. Nur ein Porsche braust vorbei. Und für Patiententransporte bleibt der Weg natürlich weiterhin offen. Parksünder werden vorerst nur verwarnt: "Noch gilt die Eingewöhnungsphase“, informiert Parkwart Bernhard Pirkl und hinterlässt auf den Autos wetterfeste Informations-Zettel. . "Ich habe es noch erlebt, wie hier der Obus durchgefahren sind“, erzählt SALK-Chef Paul Sungler, froh, dass die historische Substanz jetzt mehr zur Geltung kommt. Und die Pädagoginnen der Klinik-Krabbelstube freuen sich mit: "Wir sind alle froh. Bisher mussten wir mit den Kindern beim Spaziergehen ständig auf die Seite gehen“, begrüßt Franziska Kurz die neue Ruhe. Die Durchfahrt gehört wieder den Fußgängern und Radfahrern: Am 8. Mai wird für das "Verkehrte Fest“ hier der Rasen ausgerollt.

Segen auch für Radfahrer
Günter Linzbauer gehört zu den "Frost-Radlern“, die auch im Winter nicht absteigen: „Ich habe mir gerade in der Apotheke Medikamente geholt. Gott sei Dank ist jetzt die Durchfahrt für Autos zu. Es war ja schon fast mehr los als auf der Aiglhof-Straße.“ Auch Schwester Eleonore Prey steigt oft in die Pedale: "Auch für längere Wege am Areal“, erzählt sie, froh, dass insgesamt 1100 überdachte Fahrradständer zur Verfügung stehen. Und die "Radl-Inseln“ sind auch an einem kalten Februar-Tag dicht beparkt. Die Klinik-Leitung unterstützt auch Alternativen zum Auto: Die S-Bahn-Anschlüsse für Mitarbeiter sollen noch verbessert werden. Noch stehen nicht alle Parkplätze zur Verfügung. Die alte Garage muss erst für das neue Laborgebäude Platz machen. Die letzten Autos standen am Mittwoch noch immer im Überbleibsel aus Stahl. Mit dem Rohbau kann dann auch die Garagenzufahrt endgültig vom Spitals-Gelände verschwinden. Das wird voraussichtlich 2017 so weit sein.

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