Do, 19. Oktober 2017

Erstmals in 3D

18.02.2015 16:07

Neue Abenteuer für Asterix „Im Land der Götter“

Das erste 3D-Animationsabenteuer der Gallier wirkt moderner denn je und lässt Cäsar in Anlehnung an den Comic "Die Trabantenstadt" einen raffinierten Immobilien-Joker ausspielen. Ab 27. Februar im Kino.

Wohlgenährte Wildschweine trippeln 50 vor Chr. als Marschproviant für Obelix und Co. durch sattgrüne Eichenwälder. Die Römer scheinen das Interesse an dem gallischen Dorf und seinen renitenten Bewohnern verloren zu haben. Irritierend ist allerdings die penetrante Anwesenheit des römischen Architekten Quadratus und seiner Landvermesser.

Nachdem Cäsar mit Waffengewalt nichts ausrichten konnte, setzt er nun schlitzohrig auf die Macht des konsumorientierten Imperialismus und lässt vor den Augen der staunenden Gallier Apartment-Tempel für den hedonistisch veranlagten Römer errichten.

Geniestreich von Goscinny und Uderzo
"Asterix im Land der Götter" entstand nach nur mäßig erfolgreichen Realverfilmungen mit Schauspielerkoloss Gérard Depardieu als raumgreifendem Obelix in Anlehnung an den 17. Band der Comic-Serie, der den Originaltitel "Le Domaine des Dieux" trägt, ein Geniestreich des Kreativgespanns René Goscinny und Albert Uderzo ist und 1971 in der französischen Zeitschrift "Pilote" Platz fand, um schließlich 1974 unter dem deutschen Titel "Die Trabantenstadt" zu erscheinen.

Wie Rodungsmaßnahmen über Nacht via Zaubertrankdüngung torpediert werden und der Barde Troubadix die neuen römischen Mieter buchstäblich in die Flucht singt, zeugt einmal mehr von gallischer Hinterlist. Letztlich gelingt den Regisseuren Alexandre Astier und Louis Clichy eine höchst unterhaltsame Symbiose aus nostalgischem Comic-Flair, Wortwitz und moderner 3D-Animation. Ja, die beiden behaupten sogar, dass sich der Markt für Luxus-Immobilien seit der Antike nicht großartig verändert habe.

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