Do, 14. Dezember 2017

Anschlagsziele

18.02.2015 16:30

Satirischer Reiseführer gibt Terroristen Tipps

Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Großbritannien und zuletzt Dänemark! Nach den USA wird Europa in seinen Grundfesten vom islamistischen Terror erschüttert. Ein kleiner Buchverlag macht sich das zunutze und gibt einen satirischen Wien-Führer heraus - mit "lustigen Tipps" zu lohnenden Anschlagszielen für Sprengstoff- und sonstige Attentäter.

Verarschen macht Spaß, aber in Zeiten wie diesen mit dem Jahrtausend-Übel Terror Schabernack zu treiben? Dieser Schuss kann nach hinten losgehen. Etwa wenn der Holzbaum-Verlag in seiner satirischen Reiseserie "prologott" im Führer "Wien wie es wirklich scheint" ein ganzes Kapitel potenziellen Terrorzielen in der Bundeshauptstadt widmet: So wird empfohlen, sich die Donaukanalschleuse in Nussdorf vorzunehmen. Mit einer Sprengung könne man zwar nicht die City fluten, jedoch: "Die Erhöhung des Wasserstandes würde reichen, eine ordentliche Sauerei anzurichten."

Auch die Zwillingstürme des AKH locken, "wenn Sie hohe Opferzahlen wollen". Besonderer Anreiz: "2.000 Betten, 9.000 Mitarbeiter und überfüllte Ambulanzen lassen das Terrorherz höher schlagen." Noch Anregungen gefällig?

  • Prater-Liliputbahn: Fährt langsam, ist "daher sehr anfällig für Raketenbeschuss".
  • Kapuzinergruft: Vorwiegend Touristen. Ideal wären Giftgas oder Granaten.
  • Forschungsreaktor der TU Wien: "Der Heilige Gral des Terrorismus".
  • Stephansdom: Austausch des Turmkreuzes gegen einen Halbmond "würde ungeheure Entrüstung in Österreich hervorrufen".

Der Verlag erklärt dazu: Das Buch sei schon vor dem Paris-Anschlag erschienen, im Augenblick aber "natürlich nicht zeitgemäß".

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