Di, 21. November 2017

Uraufführung in Graz

18.02.2015 14:35

Die ganze Welt ist eine Bühne

In seinem neuen Stück "Yorick stirbt“ zeigt der in Graz bestens bekannte Autor Joachim J. Vötter, dass ein kleines Theaterereignis sinnbildlich für die ganze Welt stehen kann. Uraufgeführt wird das Drei-Personen-Stück am 2. März im dramagraz.

Seinen Ursprung hat das Stück im Jahr 2012, als Hubert Kramar sein Wiener 3raum-Anatomietheater geschlossen hat. "Er rief mich an und sagte, ich müsse das Welten-Bühnenbild meiner drei Stücke abtransportieren", erzählt Joe Vötter. "Es war aber zu groß, um im Wohnzimmer zwischengelagert zu werden."

Also wurde die Zerstörung beschlossen, und das Dreierteam Kramar, Vötter und Schauspieler Andreas Patton (die in allen Vötter-Uraufführungen zusammengewirkt hatten) traf sich zum Weltkugel-Zerschlagen. Dabei wurde viel philosophiert, und dem Autor wurde bald klar, dass diese kleine Aktion eine große Entsprechung hatte: nämlich die globalen Konzerne, die die alte Weltordnung zertrümmern. Die Idee für "Yorick stirbt" war geboren.

Uraufführung in Graz
Nun steht in einigen Tagen die Uraufführung im dramagraz (Schützgasse 16) auf dem Programm und das Team befindet sich mitten im Probenstress.

Im Stück treffen einander ein Theaterdirektor (Kramar, der auch in seiner Paraderolle als Hitler in Erscheinung tritt), ein Schauspieler (Daniel Doujenis) und ein Dichter (Markus Kofler), um die Welt zu Kleinholz zu machen. Dass zuerst einmal kräftig am Sessel des Direktors gesägt wird, zeigt den hintergründigen Witz, mit dem Vötter an die Sache herangeht.

Ernst M. Binder führt Regie
Inszeniert wird "Yorick stirbt" von Ernst M. Binder, dem unumstrittenen Experten für die Stücke zeitgenössischer Dramatiker. Nach der Grazer Aufführungsserie (2. bis 14. März) wandert die Produktion weiter nach Wien in den "Echoraum" (ab 16. März).

Alle Informationen und die Karten erhält man unter: http://dramagraz.mur.at bzw. 0316/26 22 42.

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