Mo, 20. November 2017

Uni-Schattenseiten

18.02.2015 09:59

117 Studenten - und nur ein Professor

Unsere Universitäten melden einen Studentenrekord. Schön und gut. Doch wenn wo viel Licht ist, dann gibt es auch Schattenseiten. So hat sich in den vergangenen Monaten die Betreuungssituation an den steirischen Hochschulen dramatisch verschlechtert: Immer weniger Professoren müssen sich um immer mehr Studiosi kümmern!

Viele Studenten sind unzufrieden, und der aktuelle Universitätsbericht enthüllt das ganze Dilemma: Demnach verschlechtert sich die Betreuungsrelation an unseren Bildungsschmieden zusehends. Weil nach dem Wegfall der Studiengebühren angehende Akademiker en masse in die Hörsäle drängen, kommen etwa an der Uni Graz auf einen Professor schon 117 Studenten. Das heißt: Während die Zahl der Lehrkräfte gleichbleibt, ja mancherorts sogar sinkt, steigt die Zahl der Hörer.

Überdurchschnittliche Verschlechterung
In Leoben hat sich die Situation zuletzt besonders zugespitzt: Eine "überdurchschnittliche Verschlechterung im Betreuungsverhältnis" registriere man an der Montanuniversität, heißt es in dem Report. Man fürchtet hier bereits um die Ausbildungsqualität.

Zu viel Bürokratie
"Die Uni-Budgets steigen nicht, derzeit wird nur die Inflation ausgeglichen", warnt Florian Ungerböck als Vorsitzender der steirischen Hochschülerschaft. Von einer Verbesserung fehle jede Spur, man brauche nicht nur mehr Professoren ("sie klagen über zu viel Bürokratie"), sondern auch in den unteren Ebenen zusätzliches Personal.

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