Sa, 16. Dezember 2017

Aus drei Waffen

18.02.2015 06:34

Attentäter von Kopenhagen gab 40 Schüsse ab

Die dänische Polizei hat weitere Details zu den Attentaten in Kopenhagen bekannt gegeben. Wie in einem Bericht festgehalten, gab der mittlerweile auch von den Ermittlern identifizierte 22-jährige Omar Abdel Hamid El-Hussein insgesamt 40 Schüsse aus drei Waffen ab, die er bei sich trug. Am Mittwoch wird bereits eines der Todesopfer beigesetzt: der 37-jährige jüdische Wachmann Dan Uzan. Er hatte am Sonntag vor einer Synagoge im Stadtzentrum Wache gehalten, als er vom Attentäter erschossen wurde.

Zuvor hatte der Angreifer am Samstag vor einem Kulturcafé den Filmemacher Finn Norgaard getötet. Wie die Polizei mitteilte, feuerte der 22-Jährige bei dem Doppelanschlag insgesamt 40 Schüsse ab. Für den Angriff auf das Café nutzte El-Hussein ein sogenanntes M95-Gewehr. Die Waffe fand die Polizei später am Mjolnerparken im Stadtteil Norrebro, wo der Terrorist gewohnt haben soll.

Beim zweiten Anschlag feuerte El-Hussein aus zwei Pistolen. Die Waffen trug er auch bei sich, als Polizisten ihn Sonntag früh in Norrebro antrafen und töteten. El-Hussein schoss auch fünf Polizisten an, die Beamten konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Nahmen Behörden Warnungen nicht ernst?
Die dänische Regierung will untersuchen lassen, ob Ermittler Warnungen vor dem Attentäter nicht ernst genug genommen hatten. Vergangenen September hatten die Gefängnisbehörden den Sicherheitsdienst PET auf den 22-Jährigen aufmerksam gemacht. Er soll im Gefängnis vom Dschihad geschwärmt und erklärt haben, er wolle sich der Terrormiliz Islamischer Staat anschließen. Die Behörden hätten ihn danach auf eine Liste radikalisierter Häftlinge gesetzt. Diesen Hinweis soll der PET nicht ernst genug genommen haben.

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