Mi, 13. Dezember 2017

Tödlich verletzt

17.02.2015 14:12

Rodel-Unglück auf der Hochwurzen: Engländer starb

Gleich zwei Rodeldramen um Urlauber ereigneten sich binnen wenigen Stunden in unseren Bergen. Ein Engländer und seine Bekannte rasten mit einem Schlitten die Skipiste auf der Hochwurzen (Steiermark) herunter und krachten gegen einen Baum. Der Mann starb - so wie ein Deutscher in Tirol.

"Für uns ist es unerklärlich, wieso die beiden ausgerechnet die Skipiste heruntergefahren sind", ist Georg Bliem, Chef der Planai-Bahnen, fassungslos, "dort haben sie nichts verloren gehabt!" Verfahren können sich der Engländer (57) und seine Bekannte (52) nicht haben, "denn die Rodelbahn und die Skipiste sind eindeutig markiert, das muss bewusst geschehen sein!", hält er fest.

4,7 Meter Luftstand, 20 Meter weit geflogen
Montagabend gegen 20.30 Uhr hatte das Paar, das mit mehreren Gästen in der Steiermark urlaubte, aus unerfindlichen Gründen nicht die Rodelbahn, sondern die Ostabfahrt auf der Hochwurzen genommen. Laut Augenzeugen lenkte der Mann das Gefährt, während die 52-Jährige hinten saß. "Zu diesem Zeitpunkt sind auf der Piste stets 600 bis 700 Skifahrer unterwegs", schildert Bliem, "und da sind sie mittendrin ungebremst runtergebrettert!"

Es kam wie es kommen musste - in einer Kurve schlitterten sie in steiles Waldgelände. "Sie hatten einen Luftstand von ungefähr 4,7 Metern, das ist sogar für Skispringer sehr hoch!", sagt Bliem. Zusätzlich sind sie mit der Rodel 20 Meter weit gesprungen, direkt in einen Baum. Für den 57-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Seine Begleitung hatte mehr Glück: Sie erlitt eine schwere Gehirnerschütterung.

Deutscher Urlaubsgast überlebte Unfall nicht
Seinen schweren Rodelunfall nicht überlebt hat auch jener deutsche Urlauber (44), der ebenfalls am Montag im Tiroler Zillertal verunglückte. Seine Freunde versuchten noch ihn zu reanimieren, aber vergeblich - er verstarb in der Nacht auf Dienstag in der Innsbrucker Uni-Klinik.

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