Mo, 19. Februar 2018

Bei Fehlstellungen

16.02.2015 16:50

Vier Schritte zur Gratis-Zahnspange

Jetzt ist es fix: Nach langem Ringen zwischen Sozialversicherung und Zahnärztekammer wurde am Montag in Wien der Vertrag für die sogenannte Gratis-Zahnspange unterzeichnet. Österreichweit sollen insgesamt 30.000 Kinder und Jugendliche ab 1. Juli 2015 profitieren. Die "Krone" stellt die vier dafür notwendigen Schritte vor.

Wer ab 1. Juli in den Genuss der Leistung kommt, entscheiden österreichweit 180 (Vertrags-)Kieferorthopäden, wie Hauptverbands-Chef Peter McDonald erklärt. Und zwar nach einer "Notwendigkeits-Skala". Etwa 30.000 Kinder werden dieses Angebot jährlich in Anspruch nehmen.

So kommt der Nachwuchs zu geraden Zahnreihen:

  • Zunächst gehen die Patienten zur Erstberatung bei einem niedergelassenen Zahnarzt.
  • Dann stellt ein Kieferorthopäde anhand einer genau festgelegten Skala fest, ob die Regulierung medizinisch notwendig ist. Dies gilt für die Stufen 4 und 5 (schwere und sehr schwere Fehlstellung).
  • Sind die Milchzähne weg, sollten die Nachkommenden genau kontrolliert werden. Entwickeln sich diese nicht richtig, haben jetzt auch Kinder zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr Anspruch auf eine einjährige Behandlung mit abnehmbarer Spange beim Kieferorthopäden.
  • Jugendliche zwischen dem vollendeten 12. und 18. Lebensjahr werden mit einer fest sitzenden Regulierung versorgt.

Künftig soll die Kinderzahnmedizin weiter ausgebaut werden. Der Gesamtvertrag stammt nämlich noch aus dem Jahr 1957, wonach Kinder wie kleine Erwachsene zu behandeln sind. Das bedarf einer dringenden Korrektur, wie Obermedizinalrat Hannes Westermayer, Präsident der österreichischen Zahnärztekammer, betont.

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