Mo, 20. November 2017

Alte Musik unwichtig

16.02.2015 13:53

Festwochen bleiben „Baustelle“

Jetzt steht es schwarz auf weiß fest: Die Innsbrucker Festwochen sind aus touristischer Sicht keine Marke, die international wirklich zieht. Das ist nur eines der ernüchternden Ergebnisse einer Besucher-Befragung, die im vergangenen Sommer während der Festwochen bei 578 Personen durchgeführt wurde.

Die Politik ist auf die Festwochen besonders stolz und lässt meist keine Gelegenheit aus, das internationale Renommee des Festival zu betonen. Dass dem nicht so ist, untermauert jetzt fast schmerzlich das Ergebnis einer Befragung.

"Großteils Tiroler Stammpublikum jenseits der 60 Jahre, wenige Junge und kein besonders großer Anteil von BesucherInnen außerhalb von Tirol und wenige Erstbesucher" – so das vernichtende Resultat.

Dass das Stammpublikum das Festival besser bewertet als Erstbesucher wundert nicht weiter. Aber mit Kritik wird trotzdem nicht gespart. So wird etwa eine schönere Gestaltung der Kataloge und Plakate moniert. Da kann wohl auch das heurige Plakat keinen Boden gut machen und Touristikern dürfte es sauer aufstoßen, dass "Innsbrucker Festwochen" kurzerhand wegretouchiert wurde. Was blieb sind unmotivierte Linien.

Opernproduktion langweilig

Die Befragten zeigen sich aber auch als Kenner, wenn sie die Opernproduktion "Almira" als "langweilig, szenisch und musikalisch ein Desaster" abtun. Kritisiert wird weiters, dass "an den Künstlern gespart (Hausorchester) wird, das ist merkbar am Niveau" und Operninszenierungen wie unter René Jacobs werden vermisst.

Fest steht: Die Befragung untermauert nur, was schon lange bekannt ist - die Innsbrucker Festwochen sind zwar ein hochsubventioniertes Festival aber trotzdem eine "riesige Baustelle".

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