Di, 17. Oktober 2017

Paarungszeit naht

16.02.2015 11:01

Freigänger-Katzen rechtzeitig kastrieren lassen

Die Temperaturen steigen langsam, und unsere Katzen beginnen nun mit den Vorbereitungen auf ihre Paarungszeit: Sie miauen lautstark und werben damit um einen Partner. "Wer im Frühjahr nicht mit einem Wurf Maikätzchen überrascht werden möchte, sollte sich jetzt um die Kastration seiner Katze kümmern", sagt "Vier Pfoten"-Kampagnenmitarbeiterin Irina Fronescu. "So trägt die eigene Katze auch nicht zur Überpopulation der Streunerkatzen bei."

Haben Katzen regelmäßigen Zugang ins Freie, so sind sie laut Zweiter Tierhaltungsverordnung von einem Tierarzt kastrieren zu lassen, sofern diese Tiere nicht zur kontrollierten Zucht verwendet werden oder in bäuerlicher Haltung leben. Laut Bundesministerium für Gesundheit sind damit aber nicht Katzen gemeint, die von Landwirten als Heimtier gehalten werden, sondern Tiere, die keinem Halter zuzuordnen sind und als Streuner leben. Aus juristischer Sicht sei diese Ausnahme notwendig, da für die Kastrationspflicht bei wilden Katzen kein Besitzer verantwortlich gemacht werden kann.

Katzen vermehren sich rasend schnell
Die ohnehin schon hohe Anzahl herrenloser Streunerkatzen und verwilderter Hauskatzen steigt immer weiter durch nicht kastrierte Tiere. Da eine Katze meist zweimal jährlich trächtig mit mindestens drei Jungen ist, die wiederum auch nach vier bis fünf Monaten selbst paarungsfähig werden, kann es innerhalb weniger Jahre zu einer enormen Überpopulation kommen. Streunende Katzen sind Wind und Wetter sowie einer unsicheren Ernährungssituation schutzlos ausgesetzt und sterben meist früh an ihren unbehandelten Krankheiten.

Stadt Wien: Streunerkatzenprojekt mit den "Vier Pfoten"
Gemeinsam mit der Stadt Wien sind die Tierschützer der "Vier Pfoten" seit fast zwei Jahren mit einem Streunerkatzenprojekt erfolgreich. Dabei handelt es sich um ein Geburtenkontrolle-Programm, um die Anzahl der auf den Straßen lebenden Tiere langfristig zu verringern.

Tierärzte kastrieren und behandeln ehrenamtlich
Dafür wurde das "Vier Pfoten"-Team von der Stadt Wien mit zwei sogenannten Streunerkatzenmobilen ausgestattet, mit denen sie die Tiere zu ehrenamtlich tätigen Tierärzten bringen und im Anschluss an die veterinärmedizinische Versorgung, Registrierung mittels Chip und Kastration wieder in ihrem angestammten Revier auslassen. Außerdem können mit Hilfe der Veterinäre immer wieder Katzenbabys vermittelt werden.

Wer weiß, wo sich streunende Katzen befinden, kann dies übrigens telefonisch unter der Streunerkatzen-Hotline (Tel.: 0664/45 22 430, Mo bis Do von 9 bis 15 Uhr, Fr von 9 bis 12 Uhr) melden. Oder man schreibt ein E-Mail an streunerkatzen@vier-pfoten.org.

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