So, 19. November 2017

Hacker-Bedrohung

16.02.2015 09:55

US-Regierung drängt IT-Konzerne zu Datenaustausch

Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Hacker drängt die US-Regierung IT-Konzerne wie Google, Apple und Microsoft zum verstärkten Austausch von Daten. US-Präsident Barack Obama unterzeichnete am vergangenen Freitag einen entsprechenden Erlass, der einen besseren Informationsaustausch von Firmen untereinander sowie mit der Regierung ermöglichen soll.

"Diese Cyberbedrohungen sind eine Herausforderung für unsere nationale Sicherheit", sagte Obama bei einem Treffen an der Stanford-Universität zum Thema Cybersicherheit. Bei groß angelegten Hackerangriffen könnten die öffentliche Sicherheit und die Wirtschaft Amerikas in Gefahr geraten. Weder die Regierung noch die Privatwirtschaft könnten die Aufgabe allein lösen. "Dies muss eine gemeinsame Mission sein."

Seine Sicherheitsberaterin Lisa Monaco ergänzte: "Diejenigen, die uns online und in der physischen Welt schaden wollen, müssen wissen, dass wir sie finden werden." Ähnliche Worte gab es auch von Apple-Chef Tim Cook. "Es ist eine gewaltige Aufgabe, und kein Unternehmen und keine Organisation kann sie alleine bewältigen", betonte er die Wichtigkeit einer Zusammenarbeit mit der Regierung und dem Kongress.

Gratwanderung für IT-Konzerne
Nach den Enthüllungen über die Spionage des US-Geheimdienstes NSA und den Hackerangriffen auf das Filmstudio Sony Pictures wird das Treffen auch als Stimmungsmesser zwischen Internetunternehmen und Regierung gesehen. Neben Apple haben auch die Internetriesen Facebook, Google und Microsoft Vertreter geschickt.

Das Weiße Haus ist überzeugt, der gestiegenen Zahl der Hackerangriffe nur im Schulterschluss mit der Privatwirtschaft begegnen zu können. Diese sorgt sich seit den NSA-Enthüllungen aber, dass eine engere Zusammenarbeit mit der Regierung Nutzer abschrecken könnte.

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