Mo, 20. November 2017

Zigarette geraucht

16.02.2015 13:51

Patient (74) fing in Linzer Krankenbett Feuer

In seinem Spitalbett im Linzer AKh wäre ein 70-jähriger Patient Sonntag früh beinahe verbrannt. Der Mann, der mit Sauerstoff behandelt wurde, dürfte geraucht und so ein Feuer ausgelöst haben. 30 Prozent seiner Haut sind verbrannt, die Verletzungen sind lebensgefährlich. 30 weitere Patienten wurden unverletzt in Sicherheit gebracht.

Die Zeit rund um den Schichtwechsel dürfte der Patient, der auf der Abteilung Interne 2 allein im Doppelzimmer lag, Sonntag um 6.10 Uhr früh zum - natürlich streng verbotenen - Griff zur Zigarette genützt haben und dabei eingeschlafen sein. Daraufhin läutete im Schwesternzimmer das Telefon, ein automatischer Alarm meldete "Brand auf Ihrer Station".

Lob für Löschmaßnahmen
Dann sah die Schwester auch das blinkende Feuerzeichen über der betroffenen Zimmertür. Der Scheibe des Brandmelders wurde mit dem Ellbogen eingeschlagen, vier Mitarbeiterinnen schnappten sich Atemschutzmasken und Feuerlöscher, dämmten die Flammen ein. Feuerwehr-Einsatzleiter Roland Hieslmayr: "Die Mitarbeiter haben vorbildliche Löschmaßnahmen durchgeführt."

Der schwerst verletzte Patient wurde auf die Intensivstation gebracht und wenig später per Rettungshubschrauber zu Spezialisten für Verbrennungsverletzungen nach Wien geflogen.

"Normalbetrieb wieder aufgenommen"
30 weitere Patienten der Station kamen auf die angrenzende, sogenannte Wochenstation. Dort war Platz, weil hier die meisten Patienten nur von Montag bis Freitag behandelt werden, am Wochenende daher kaum Zimmer belegt sind. "Sonntagmittag konnten sie aber zurückkehren und der Normalbetrieb konnte wieder aufgenommen werden", berichtete Erich Gattner, Pflegedirektor und Geschäftsführer im Linzer Spital.

Die vier Krankenschwestern, die den Patienten geborgen und erste Löschmaßnahmen gesetzt hatten, hatten Rauchgas eingeatmet. Sie wurden vorsorglich untersucht, dann konnte Entwarnung gegeben werden: Sie sind alle unverletzt.

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