Fr, 15. Dezember 2017

Platzsturm im Video

15.02.2015 10:23

Stöger entsetzt: Kölner Fans randalieren bei Derby

Der sportliche 1:0-Sieg von Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln im rheinischen Bundesliga-Derby wurde leider zur Nebensache. Üble Szenen spielten sich nach Abpfiff im Stadion ab, als 30 Kölner Chaoten völlig vermummt den Platz stürmten und sich eine Schlägerei mit den Sicherheitskräften lieferten. Es gab Fußtritte und Fausthiebe. Köln drohen nun drastische Strafen und ein Geisterspiel. Die Randale sehen Sie oben im Video.

Bereits während des Spiels waren die Kölner Fans in ihrem Sektor mit dem Einsatz von Pyrotechnik negativ aufgefallen. Die Platzstürmer trugen weiße Overalls, am Ende des Spiels durchbrachen sie die Absperrung und randalierten auf dem Feld. Köln-Trainer Peter Stöger zeigte sich erschüttert: "Das ist der bitterste Tag, seit ich hier bin. Ich war entsetzt, kann mit solchen Dingen nichts anfangen. Das ist bitter, mindestens so bitter wie das 0:1."

Zwei Fans festgenommen
Die Polizei nahm zwei Fans noch vor Ort fest. Von mehreren anderen FC-Fans hätten die Beamten die Personalien festgestellt. Die Abreise der Anhänger sei ohne Zwischenfälle verlaufen. Wenige Stunden nach dem Match distanzierte sich der Klub von Trainer Peter Stöger und ÖFB-Teamspieler Kevin Wimmer "ohne Wenn und Aber" von den unrühmlichen Vorfällen.

Dem FC und seinen ansonsten "großartigen Fans" sei "massiv" geschadet worden. In einer Phase, in der die Kölner mit dem DFB in einem Austausch über angemessene Strafen und die richtige Bewertung von Fan-Arbeit sind, seien die Vorkommnisse "ein schwerer Rückschlag, der den Klub enttäuscht und ärgert". Die Kölner wollen nun bei der Täterermittlung aktiv werden und die Verursacher "konsequent sanktionieren". Zudem behalte sich der Verein "weitere, harte Schritte gegen die beteiligten Gruppierungen vor".

Mehrere Verletzte
Die Spieler eilten in die Kabine, als die Vermummten, bekleidet mit weißen Overalls, praktisch mit dem Schlusspfiff ein Fluchttor stürmten und auf das Feld rannten. Es gab heftige Rangeleien, Fußtritte und Faustschläge. Bei den Ausschreitungen wurden ein Polizist und mehrere Ordner verletzt.

Immer wieder Randale
Das Rheinderby gilt in Deutschland als besonders stimmungsgeladen. Es ist nicht das erste Mal, dass Kölner Hooligans dem Verein extrem schaden. Im März 2014 war der damalige Zweitligist wegen ähnlicher Vorkommnisse vom DFB zu einer 50.000-Euro-Strafe und einem für neun Monate zur Bewährung ausgesetzten Zuschauer-Teilausschluss verurteilt worden. Dem FC war seinerzeit vom Sportgericht kein Verschulden zugesprochen worden.

Beim jüngsten Abstieg der Kölner am 5. Mai 2012 hatte es nach dem 1:4 gegen Bayern München ähnliche Randale gegeben. Damals hatte Schiedsrichter Florian Mayer die Partie einige Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit beendet, damit die Profis beider Teams, die vor einer schwarzen Rauchwolke und einem Fan-Mob flüchteten, sicher in die Kabinen kommen konnten.

Köln droht Geisterspiel
Am Samstag waren rund 1.000 Polizisten waren im Einsatz. Köln droht nun ein Geisterspiel. Auch Gladbach muss wegen mangelnder Platzaufsicht mit einer Bestrafung rechnen.

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