So, 19. November 2017

Alpindramen

13.02.2015 16:57

Zwei Tourengeher von Lawinen mitgerissen - tot

Zwei Tourengeher sind bei Lawinenabgängen ums Leben gekommen: Auf der 2.300 Meter hohen Engel-Spitze bei Namlos in Tirol starb am Freitagnachmittag ein deutscher Alpinist. Der Wintersportler konnte erst nach etwa einer Stunde geortet und ausgegraben werden. In Bad Goisern in Oberösterreich wurde ein 53-jähriger Alpinist von einem Schneebrett verschüttet und getötet.

Der Deutsche war mit seiner Schwester und deren Freund zum Gipfel aufgestiegen. Am frühen Nachmittag wollte das Trio talwärts. Während die beiden anderen Deutschen über den Grat abfuhren, wollte der Skitourengeher ein paar Schwünge im Tiefschnee machen, schilderte Einsatzleiter Walter Zobl.

Bereits nach dem zweiten Schwung brach der Hang, der Deutsche wurde rund 400 Meter mitgerissen und zwei Meter tief verschüttet. Trotz eines Lawinenpieps gelang es seinen Begleitern nicht, den Verunglückten zu bergen. Bergretter gruben das Opfer nach fast einer Stunde aus. Im Einsatz standen drei Hubschrauber, Bergretter und Alpinpolizei.

Groß angelegte Suchaktion in OÖ
Der Alpinist (53) aus Bad Goisern war bereits am Donnerstag zu einer Tour auf die Goisererhütte aufgebrochen, teilte die Polizei am Freitagnachmittag mit. Er kam jedoch nicht wie erwartet am Abend zurück. Sein Auto wurde im Tal gefunden.

Weil er nach Auskunft des Hüttenwirts aber nicht am Berg übernachtet hatte, wurde Freitag früh eine groß angelegte Suchaktion mit rund 50 Bergrettern sowie mit Hunden und Hubschraubern gestartet.

In etwa 1.000 Metern Höhe im Bereich der sogenannten Drei-Lärchen-Abfahrt am Kalmberg entdeckten die Helfer einen frischen Lawinenkegel, der systematisch abgesucht wurde. Unter den Schneemassen entdeckten sie schließlich die Leiche des Vermissten.

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