Fr, 17. November 2017

Rückrundenauftakt

12.02.2015 07:58

Bundesligatrainer einig: Salzburg wird Meister

Red Bull Salzburg wird seinen Titel in der Bundesliga erfolgreich verteidigen. Da sind sich die Trainer der zehn Klubs ziemlich einig, wie eine Umfrage der APA vor dem Frühjahrsstart am Wochenende ergab. Im Abstiegskampf deutet sich ein niederösterreichischer Zweikampf an, wobei Ried und Grödig das Thema auch nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Salzburg geht mit einem komfortablen Acht-Punkte-Vorsprung auf den WAC und Altach in die restlichen 17 Partien, da sollte eigentlich nichts mehr passieren. "Wir werden Meister", ist Salzburg-Trainer Adi Hütter auch überzeugt vom Erfolg seiner Truppe. Die Konkurrenz hat sich mit der Überlegenheit der "Bullen" abgefunden. "Salzburg ist das Nonplusultra in der Liga", brachte Sturm-Graz-Trainer Franco Foda die Ausgangslage auf den Punkt. Und WAC-Coach Dietmar Kühbauer ergänzte: "Ich glaube nicht, dass Salzburg jetzt einbrechen wird, sie haben noch immer genügend Qualität."

Baumgartner verspricht Spannung
Durch die Abgänge der Starspieler Kevin Kampl und Alan sind die "Bullen" von der Papierform in der Wintertransferzeit schwächer geworden. "Salzburg ist natürlich Favorit, hat aber auch ein bisschen einen Umbruch. Ich gehe davon aus, dass es sehr spannend werden wird", schilderte Austria-Trainer Gerald Baumgartner seine Sicht der Dinge. Auch Admiras Trainer Walter Knaller rechnet mit einem offeneren Rennen als zuletzt. "Ich denke, dass sie nicht mehr so dominant sein werden."

Anders sieht die Sache Oliver Glasner. "Ich denke, dass sie vorne wegmarschieren werden, ich glaube sogar noch mehr als im Herbst, weil sie da doch einige Punkte liegen gelassen haben", sagte Rieds Chefcoach.

Sturm, Rapid, Austria wollen Platz zwei
Neben Salzburg haben auch andere Teams konkrete Ziele. Sturm Graz, Rapid und Austria wollen unbedingt in den Europacup und peilen dabei Platz zwei an. Der im Herbst überraschend starke WAC will sich genauso ein Europacup-Ticket sichern. Aufsteiger Altach möchte sich noch nicht aus dem Fenster lehnen, für die Vorarlberger ist vor allem wichtig, dass sich der Verein kurz- und mittelfristig in der Liga etabliert. Grödig und Ried wollen gut starten und sich dadurch in der Folge nach oben orientieren. Für Admira Wacker Mödling und Wiener Neustadt hat klarerweise der Klassenerhalt oberste Priorität.

NÖ-Zweikampf um den Klassenerhalt
Im Abstiegskampf deutet sich ein niederösterreichischer Zweikampf zwischen Schlusslicht Wiener Neustadt (15 Punkte) und dem Vorletzten Admira (18), der einen Drei-Punkte-Polster plus das um zwölf Treffer bessere Torverhältnis hat, an. "Wenn es normal abläuft, sollte es ein Zweikampf bleiben", rechnet auch Knaller damit.

Wiener Neustadts Helgi Kolvidsson macht sich darüber keine Gedanken, will sich nur auf sein eigenes Team konzentrieren. "Ich habe überhaupt nicht irgendwas zusammengerechnet oder spekuliert. Ich kann es sowieso nicht beeinflussen, was die anderen machen", meinte der Isländer. Seine Marschroute fürs Frühjahr ist klar: "Wichtig ist, dass wir Schritt für Schritt machen und kontinuierlich punkten."

Auch Ried und Grödig noch nicht sicher
Bei einem schlechten Start könnten eventuell noch der Achte Ried (23) sowie der Siebente Grödig (24) in den Abstiegskampf verwickelt werden. Die Trainer dieser Clubs nehmen das Thema auch nicht auf die leichte Schulter. "Ich wüsste nicht, warum Wiener Neustadt oder die Admira die einzigen sein sollten, die noch absteigen können. Man hat ja gesehen, dass man in einer Liga, in der alles eng beisammen liegt, ziemlich schnell Platzierungen gutmachen kann", weiß Rieds Oliver Glasner.

Grödigs Michael Baur sieht das ähnlich. "Es muss jeder auf der Hut sein, im Fußball geht es oft schnell, man muss nur einen schlechten Start erwischen, dann liegen die Nerven auch gleich einmal blank", so der Tiroler. Dass es dazu nicht kommt, ist das klare Ziel der Salzburger. "Wir sind auch bestrebt, einfach einen guten Start zu erwischen, damit wir das, was hinter uns passiert, gleich einmal hinter uns lassen können", gab Baur als Devise aus.

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