Fr, 24. November 2017

Von Boston Dynamics

11.02.2015 09:30

Robo-Hund „Spot“ zeigt, was heute machbar ist

Das vor rund 14 Monaten von Google übernommene Roboter-Forschungslabor Boston Dynamics hat einen neuen vierbeinigen Robo-Hund vorgestellt, der in Zukunft für Such- und Rettungsaufgaben eingesetzt werden könnte. Der flotte Roboter "Spot" ähnelt in seiner Gangart einem Pferd, ist weitgehend immun gegen Stöße und kann sogar Stiegen hochlaufen.

"Spot" ist sozusagen der kleine Bruder des großen Transportroboters "Alpha Dog" LS3, den das Unternehmen vor der Übernahme durch Google für das US-Militär entwickelt hat.

Ebenso wie der große Bruder verfügt "Spot" über vier hydraulische Beine, mit denen er sich auch im unwegsamen Gelände fortbewegen kann. Während der größere Roboter dabei recht gemächlich unterwegs ist, kann "Spot" mit einem laufenden Menschen mithalten.

"Spot" widersteht selbst heftigen Tritten
Besonderes Augenmerk haben die Boston-Dynamics-Ingenieure bei ihrem Roboter auf seine Standfestigkeit gelegt. Das Video oben zeigt: Selbst heftige Tritte, die ihn kurz aus dem Gleichgewicht bringen, kann der neue Robo-Hund problemlos abfangen.

Eine weitere Besonderheit von "Spot" ist sein mit Sensoren gespickter "Kopf". Er hilft ihm dabei, das zu durchquerende Gelände genau zu erfassen und unbeschadet hindurch zu navigieren. Selbst dichte Wälder oder von Menschen gemachte Hindernisse wie Treppen sollen so kein Problem für den Roboter darstellen.

Verwendung als Such- und Rettungsroboter
Eingesetzt werden soll der rund 72 Kilo schwere Robo-Hund einem Bericht des IT-Portals "The Verge" beispielsweise als Such- und Rettungsroboter, der in Katastrophengebieten die Lage erkundet und nach Opfern sucht. Durch seine kompakten Abmessungen und seine Wendigkeit soll er dabei auch in Innenräume vordringen können, die seinem großen Bruder LS3 nicht zugänglich wären.

Interessant könnte der Roboter aber auch für das Militär sein. Er kann zwar nicht so viel tragen wie der größere LS3, seine Fracht aber sicherlich bedeutend schneller ans Ziel bringen. Damit wäre er ein durchaus tauglicher Versorgungsroboter für kleine Soldatentrupps hinter den feindlichen Linien. Unklar ist allerdings, ob die Reichweite von "Spot" dafür ausreicht: Im Gegensatz zum LS3 wird er nicht von einem Verbrennungsmotor, sondern elektrisch angetrieben.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden