Sa, 25. November 2017

Vor Krisengipfel

10.02.2015 11:38

Russen starten Militärübung an Grenze zu Ukraine

Einen Tag vor dem geplanten Ukraine-Krisengipfel demonstriert Russland erneut militärische Stärke: An einer am Dienstag begonnen Militärübung im Süden des Landes und auf der annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sollen sich laut russischen Nachrichtenagenturen mehr als 2.500 Soldaten beteiligen. Ukrainische Truppen haben unterdessen nahe der Hafenstadt Mariupol eine Offensive gegen prorussische Separatisten begonnen.

Die Nachrichtenagentur Interfax meldete am Dienstag, rund 2.000 Spähtrupp-Soldaten hätten ein Manöver in Südrussland begonnen. Es sei für einen Monat angesetzt. Russlands südlicher Militärbezirk grenzt an die Ukraine. Auch auf der Krim hätten mehr als 600 Soldaten eine Militärübung gestartet, meldete die Nachrichtenagentur Ria Novosti unter Berufung auf die Schwarzmeerflotte. Eine erhöhte Aktivität des russischen Militärs an der Grenze zur Ukraine war im Westen zuletzt kritisiert worden.

Ukraine startete Offensive im Süden
Die Ukraine startete unterdessen eine Offensive gegen prorussische Separatisten im Süden des Landes. Nach jüngsten Geländegewinnen der Rebellen hatten Vertreter der Regierungstruppen immer wieder Unzufriedenheit mit der Militärführung geäußert. Es gebe schwere Kämpfe mit dem Einsatz von Panzerwagen, hieß es am Dienstag. Auch die Aufständischen sprachen von erbitterten Gefechten. "Wir schließen eine Gegenoffensive nicht aus, aber das steht für uns jetzt nicht an obersten Stelle", sagte Separatistensprecher Eduard Bassurin.

Am Mittwoch sollen der russische Präsident Wladimir Putin, sein ukrainischer Kollege Petro Poroschenko sowie Frankreichs Präsident Francois Hollande und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in der weißrussischen Hauptstadt Minsk zusammenkommen, um einen Waffenstillstand in der Ostukraine auszuloten. Dort haben sich die Gefechte zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten zuletzt weiter verschärft.

Merkel und Obama setzen weiter auf diplomatische Lösung
Merkel und US-Präsident Barack Obama hatten sich am Montag darauf verständigt, zunächst weiter auf eine diplomatische Lösung des Konflikts zu setzen. Merkel schließt Waffenlieferungen aus, Obama bezeichnete sie als eine der Optionen, die geprüft würden, sollte es in Minsk zu keiner Einigung kommen.

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