Do, 19. Oktober 2017

Kampf gegen IS

10.02.2015 08:51

Assad erhält Informationen über Luftschläge

Die syrische Regierung erhält nach Angaben von Präsident Bashar al-Assad regelmäßig Informationen über die Luftangriffe der US-geführten Militärallianz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Eine Zusammenarbeit mit dem Bündnis schloss Assad in einem Interview mit der BBC am Dienstag aber aus. "Es gibt Information, aber keinen Dialog", sagte Assad in dem in Damaskus geführten Interview und wies darauf hin, dass man die Informationen nicht direkt vom US-Kommando erhielte, sondern vom Irak.

Assad hat die im September gestarteten Luftangriffe gegen mutmaßliche IS-Stellungen auf syrischem Territorium widerwillig akzeptiert. Sie werden nach seinen Worten aber nicht ausreichen, um die islamistische Organisation zu besiegen.

"Arbeiten nicht mit Ländern, die Terroristen unterstützen"
Dennoch schloss er aus, sich der Anti-IS-Allianz anzuschließen. "Wir können und wollen nicht, aus einem einfachen Grund: Wir können nicht mit Ländern eine Allianz schließen, die den Terrorismus unterstützen", sagte er in dem Interview. Damit bezog er sich offenbar auf Hilfsleistungen der USA und anderer Koalitionsmitglieder für andere Aufständische in Syrien, die Assad pauschal als "Terroristen" bezeichnet.

Assad weiß nichts von Fassbomben und Giftgasangriffen
Dem syrischen Bürgerkrieg sind seit Beginn der Unruhen vor vier Jahren mehr als 210.000 Menschen zum Opfer gefallen, Millionen weitere wurden in die Flucht getrieben. Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen, das syrische Militär setze unter anderem Fassbomben ein, um in den Rebellenhochburgen möglichst viele Menschen zu töten, wies Assad zurück. "Ich habe nichts davon gehört, dass das Militär Fässer oder womöglich Kochtöpfe einsetzt", sagte er lachend.

Auch für den Einsatz von Chemiewaffen im August 2013 trage seine Regierung keine Verantwortung. "Definitiv nicht", sagte er auf die entsprechende Frage, und fragte zurück: "Wer hat nachgewiesen, wer Gas auf wen geworfen hat?"

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