Fr, 15. Dezember 2017

Bursche amtsbekannt

09.02.2015 07:19

Schüler bedroht Lehrer - am Zeugnistag verhaftet

"Die nächste Kugel steckt in deinem Kopf!" - Wie erst jetzt bekannt wurde, soll ein 14-jähriger Schüler einen Lehrer (60) in einer Klagenfurter Schule mit dem Umbringen bedroht haben. Da der junge Bursche bereits amtsbekannt ist, muss er die Semesterferien hinter Gittern in der Justizanstalt Klagenfurt verbringen.

Die Morddrohung gegen den Lehrer ist der vorläufige Höhepunkt einer Serie von Straftaten, an denen der Jugendliche beteiligt gewesen sein soll. Deshalb erstattete der Pädagoge auch sofort Anzeige gegen seinen Schüler. Statt mit dem Semesterzeugnis heimgehen zu können, musste der Bursche hinter Gitter. Er wurde noch am Zeugnistag auf seine Haftfähigkeit untersucht und ins Gefängnis gebracht.

Freund von Teenager, der 13-Jährigen anschoss
Der 14-Jährige soll laut Klagenfurter Polizei einer Gruppe angehören, die laufend für Ärger sorgt. Gemeinsam mit drei Freunden hatte der Schüler im vergangenen Herbst maskiert und bewaffnet eine Trafik in Klagenfurt überfallen. Zu seinen Freunden zählt auch jener 14 Jahre alte Teenager, der erst kürzlich einen 13-Jährigen mit einer Gaspistole viermal angeschossen hatte. Das Auge des Opfers wurde dadurch - wie berichtet - schwer geschädigt.

"Vielen fehlt einfach der Respekt"
Rudolf Altersberger, der Präsident im Landesschulrat, kennt die Problemfälle: "Vielen fehlt einfach der Respekt. Es herrscht Distanzlosigkeit. Schüler reden mit ihren Lehrern genauso wie mit Gleichaltrigen. Außerdem werden immer öfter Lehrer von ihren Schülern gemobbt, auch wenn die betroffenen Schüler das naturgemäß anders sehen werden."

Erst vor wenigen Tagen wurde ein Siebenjähriger im Bezirk St. Veit vom Unterricht suspendiert, weil er der Lehrerin Haare ausgerissen haben soll.

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