Mo, 23. Oktober 2017

US-Militärexperte:

09.02.2015 06:00

Diese russischen Atomwaffen müssen wir fürchten

Anfang Jänner hat der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow den Westen angesichts der Ukraine-Krise vor bewaffneten Auseinandersetzungen mit Russland gewarnt. Diese könnten in einem Atomkrieg münden, so der Friedensnobelpreisträger. Ein beängstigendes Szenario, denn laut Angaben des US-Militärexperten Dave Majumdar ist Russlands Arsenal an Nuklearwaffen groß.

In einem Artikel in "The National Interest", einer US-Fachzeitschrift zum Thema internationale Beziehungen, warnt Majumdar vor der nuklearen Schlagkraft Russlands und führt in dem Artikel fünf Nuklearwaffen und Waffensysteme an, die der Westen seiner Meinung nach zu fürchten hat.

Dazu gehören die neuen Atom-U-Boote der "Borei"-Klasse, von denen bereits drei fertiggestellt wurden und drei weitere in Bau sein sollen. Die 170 Meter langen Boote sollen bis zu 20 Raketen vom Typ "RSM-56 Bulawa", ihre Hauptwaffe, tragen können.

Die Interkontinental-Rakete "Bulawa", deren NATO-Code SS-N-32 lautet, ist laut Majumdar in der Lage, bis zu zehn Atomsprengköpfe bis zu 11.000 Kilometer weit zu tragen.

Ebenfalls mit nuklearen Marschflugkörpern ausgestattet werden können die U-Boote vom Typ "Jasen", die Majumdar in seinem Artikel als "neue Generation russischer Angriffs-U-Boote" bezeichnet. Seit dem Bau des ersten Exemplars hat Russland die "Jasen"-Klasse schon mehrfach weiterentwickelt.

Eine große Bedrohung geht laut Majumdar auch von den Langstreckenraketen des Typs RS-24 aus, die sowohl aus einem unterirdischen Bunker als auch von einem Fahrzeug abgeschossen werden können. Sie sind rund 20 Meter lang, rund 50 Tonnen schwer und können mehrere Sprengköpfe transportieren.

Dazu komme noch Russlands taktisches Atomwaffen-Arsenal, schreibt Majumdar in dem Artikel. Der Militärexperte geht davon aus, dass Russland rund 5.000 Atomsprengköpfe besitzt, die etwa mit Kurzstreckenraketen vom Typ Iskander in ein Ziel gelenkt werden könnten. Von der baltischen Küste aus könne die russische Armee so beispielsweise die US-Raketenabwehr in Polen angreifen, schreibt er.

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