Di, 17. Oktober 2017

Dicke Luft

17.02.2015 12:37

Wie Sie mit Konflikten im Job umgehen können

In der täglichen beruflichen Zusammenarbeit kann es durchaus zu Konflikten kommen. Das ist nie angenehm - vor allem, wenn sie immer wieder auftreten. Und erst recht, wenn sie in einem offenen Streit mit einem Kollegen enden.

Woher kommt der Konflikt?
Meist beginnt es mit einem Gefühl der inneren Unruhe. Kleinigkeiten an der Zusammenarbeit mit dem Kollegen, Eigenheiten in seinem Verhalten, seiner Arbeitseinstellung – irgendetwas beginnt, Sie zu stören. Und denkt man anfänglich nur darüber nach, beginnt schon bald das Ärgern. Dadurch wird effektives Arbeiten erschwert. Und immer häufiger kommt es zu offenen Auseinandersetzungen. Noch schlimmer: Der Dauerärger kann sich auch gesundheitlich auswirken. Kopfschmerzen, Verspannungen, Magenschmerzen bis hin zu Depressionen oder Blutdruckprobleme können sich als Folge von Dauerkonflikten ergeben.

Konflikte sind – neben den psychischen und teils auch physischen Begleiterscheinungen – leider auch wahre Produktivitätskiller. Statt sich auf lösungsorientiertes Arbeiten konzentrieren zu können, wird die Energie dafür verwendet, sich das Leben gegenseitig so schwer wie möglich zu machen. Man möchte um jeden Preis der Stärkere sein, unabhängig davon, wer wirklich im Recht ist oder ob man zusammen zu einem Kompromiss gelangen kann. So drastisch müssen Konflikte zwar nicht ausgehen. Doch wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird, kann dies relativ schnell der Fall sein.

Ursachenforschung
Zunächst gilt es, den Auslöser bzw. Nährboden für den Konflikt auszumachen: Ist die Ursache ein sachlicher oder emotionaler Grund? Typisch sachliche Konfliktursachen entstehen immer dann, wenn Uneinigkeiten über Arbeitsabläufe, Arbeitsmittel, Strategien oder Arbeitssituationen auftauchen. Hierbei steht die Sache im Vordergrund, nicht die beteiligten Personen. Diese Probleme lassen sich meist auch auf sachlicher Ebene lösen, indem man Alternativen für die umstrittenen Vorgehensweisen findet.

Ganz anders sind dagegen Konflikte, die eine emotionale Ursache haben. Hierbei krachen meist grundverschiedene Persönlichkeiten aufeinander, die aus irgendeinem Grund nicht miteinander auskommen. Harmlose Dinge wie die Art, wie der Kollege telefoniert, in den Computer hämmert oder einfach nur seinen Kaffee trinkt, können ausreichen, dass gegenseitige Antipathie entsteht. Und wenn das der Fall ist, gibt es daraus nur sehr schwer einen Ausweg.

So schnell wie möglich handeln
Machen Sie sich auf die Suche nach jenen Situationen, die Sie stören. Manchmal können Sie selbst für Abhilfe sorgen. Ist die angespannte Stimmung darauf zurückzuführen, dass Sie einfach zu dicht aneinander sitzen, wie das in vielen Großraumbüros der Fall ist, können Sie versuchen, mit kleinen Maßnahmen Verbesserungen herbeizuführen. Organisieren Sie sich Pflanzen, Aufsteller oder optimalerweise sogar Raumteiler, mit denen Sie sich selbst den Blick auf die Kollegenschaft nehmen und das Gefühl haben, ungestört arbeiten zu können.

Ist das Problem damit nicht gelöst, gibt es nur noch eins: reden, reden, reden! Und das so bald wie möglich – denn je mehr Zeit vergeht, desto unangenehmer wird der Druck. Versuchen Sie zunächst, das Problem direkt mit dem Kollegen zu klären. Wichtig ist hierbei, dass Sie auch zuhören können. Ein Konflikt hat Ursachen auf beiden Seiten – und wer austeilt, der muss auch einstecken können. Keinesfalls sollte das Gespräch beleidigend werden. Versuchen Sie, Ihre Emotionen im Griff zu behalten. Schaffen Sie das nicht, sorgen Sie für eine Pause, in der die erhitzten Gemüter wieder abkühlen können. Definieren Sie Spielregeln, wie Sie besser miteinander auskommen können, oder Abläufe, die besser funktionieren können.

Klappt alles nicht, sprechen Sie mit Ihrem Chef und versuchen Sie, eine andere Lösung zu finden. In letzter Konsequenz sollten Sie einen Abteilungs- oder sogar Jobwechsel in Betracht ziehen. Denn sonst drohen ernste gesundheitliche Konsequenzen und der Leidtragende sind Sie selbst.

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