Di, 21. November 2017

Bricht alle Rekorde

07.02.2015 19:00

Hohe Erwartungen an „Fifty Shades of Grey“

Die Bestseller-Verfilmung bricht schon vor dem Start alle Rekorde: Weltweit wurden fast drei Millionen "Fifty Shades of Grey"-Karten vorbestellt. Und das in 39 Ländern. In Österreich wurden bis Mitte der Woche mehr als 50.000 Tickets verkauft und damit mehr als bei Bond & Co.

Schon vor dem Start in den heimischen Kinos am 12. Februar bricht der Sadomaso-Streifen "Fifty Shades of Grey" angekündigte Sex-Rekorde en masse, soll uns doch der heißeste Mainstream-Film der letzten zehn Jahre erwarten - mit lendenstarken 20 Minuten Sex in Echtzeit, verpackt in 48 pikante Szenen bei einer Lauflänge von knapp 100 Minuten. Da fallen sogar die Erotikfilme "Der letzte Tango von Paris" oder "Eyes Wide Shut" in Sachen Freizügigkeiten ganz schön ab.

Die Romantrilogie "Shades of Grey" wusste mit konsumfreundlicher Perversion zu unterhalten und zeigte, dass Anziehungscodes (oder in diesem Fall wohl eher Ausziehungscodes) erstaunlich vielfältig sind. Doch vermag die filmische Adaption des Bestsellers, der weltweit rund 100 Millionen Mal als Pendlerlektüre in verschämter E-Book-Tarnung wie auch als handlicher Softcore-Wälzer seine Leser fand, den hysterischen Hype noch zu übertreffen?

Rekord bei Kartenvorverkauf
Dass die Neugier auf die Story rund um vertraglich vereinbarte sexuelle Erniedrigung, Markenfetischismus und Wollust zwischen einer sinnlich aufgeschlossenen Studentin (Dakota Johnson) und einem stinkreichen arroganten Beau (Jamie Dornan) entfacht ist, beweisen 45 Millionen Trailer-Klicks. Zudem spiegelt sich das orgastische Publikumsinteresse in nie dagewesenen Ticket-Vorverkaufsrekorden. Selbst bei "Bond"- oder "Herr der Ringe"-Produktionen gab es nicht so ein G'riss um die begehrten Kinokarten.

Explizit pornografisch sei die Ausrichtung des Films keinesfalls, so die Regisseurin Sam Taylor-Johnson. "Zu hardcore für Jugendliche", befindet dennoch die Vereinigung des British Board of Film Classification (BBFC), die die Verfilmung erst ab 18 Jahren freigibt. In den USA wird Teenagern unter 17 Jahren der Einlass verwehrt. Doch wer will sich schon Bondage- und Sadomaso-Szenen mit Mama und Papa an der Hand ansehen?

Fehlt Jamie Dornan das Charisma?
Jüngst wurde der "Mommy Porn" ins Collins English Dictionary aufgenommen. Er bezeichnet die Fantasie-Exzesse von Frauen für Frauen geschrieben. Ob der Christian-Grey-Darsteller Jamie Dornan, ein 32-jähriger Ire und ehemaliges Calvin-Klein-Unterwäsche-Model, genug Eros und Charisma besitzt, um auch die reifere Damenwelt im Kino zu verführen, sei dahingestellt.

Kürzlich tat er treuherzig kund, dass er vor der Kamera Dinge machen habe müssen, die er nie freiwillig mit einer Frau machen würde. Möglicherweise weckt er bei der Zielgruppe eher mütterliche Beschützerinstinkte als erotische Begierden.

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