Do, 23. November 2017

„Wollte nur helfen“

07.02.2015 10:03

Frau bleibt auf sanierten Asylquartieren sitzen

Die Wände sind frisch gestrichen, die Heizung läuft, das Geschirr ist poliert. Und trotzdem sitzt Gisela Krenn aus Preding im steirischen Bezirk Deutschlandsberg mit einem langen Gesicht in ihrem Heim. Die Pensionistin hat nach Absprache mit dem Land zwei Wohnungen für Flüchtlinge umfassend saniert - nur haben möchte sie jetzt keiner.

25.000 Euro hat Gisela Krenn in die liebevolle Sanierung der zwei Wohnungen für je vier Personen gesteckt. Der Vertrag mit dem Land wurde bereits im November des Vorjahres unterschrieben. Dennoch stehen die Quartiere bis heute leer: "Der Boiler läuft, die Heizung ist eingeschaltet. Auf Anraten des Landesexperten hab' ich extra einen Internetanschluss machen lassen, auch dafür zahle ich längst", kann die 70-Jährige nur den Kopf schütteln.

Gemeinsam mit dem Besitzer des 460 Jahre alten Hauses, das mitten am Predinger Hauptplatz steht und schon früher als "Armenhaus" diente, wollte die Pensionistin angesichts der aktuellen Flüchtlingstragödien "einfach nur helfen".

Land: "Einzug nicht aufgehoben, nur verschoben"
Aus dem Büro des zuständigen Landesrates Siegfried Schrittwieser heißt es dazu auf Anfrage der "Krone": "Der Einzug der Flüchtlinge ist nicht aufgehoben, nur verschoben. Zu der Verzögerung kommt es, weil die Steiermark seit Dezember ihre Flüchtlingsquote erfüllt."

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