Di, 21. November 2017

Wer ist schuld?

05.02.2015 17:07

Nissan GT-R vs. Ferrari endet in Autobahn-Crash

Auf den ersten Blick scheint alles klar: Der Fahrer eines weißen Ferrari 458 überholt einen Nissan GT-R rechts und schneidet ihn, woraufhin dessen Lenker die Kontrolle über das Nippon-Geschoss verliert, in die Mittelleitplanke und ein Auto auf der Nebenspur kracht. Auf den zweiten Blick ist der Nissan-Fahrer aber auch kein Unschuldslamm …

Weißer Ferrari ja, weiße Weste nein – bei beiden Kontrahenten. Denn tatsächlich dürften sie sich ein kleines Privatrennen geliefert haben. Es ist deutlich zu sehen, dass die Geschwindigkeit eher der des Ferraris als der des übrigen Verkehrs entspricht – und die ist deutlich höher.

Bei dem hohen Tempo haben offenbar beide Fahrer nicht damit gerechnet, dass die übrigen Autos auf der Strecke keine Statisten oder Playstation-Konkurrenten sind, sondern es tatsächlich jemand wagt, die Spur zu wechseln. Dadurch war der Rechts-Überholweg für den Ferrari blockiert, er zieht weiter nach links, der Nissanfahrer bremst nicht voll, gerät in den Dreck und verliert die Kontrolle.

Nüchtern betrachtet hat der Ferrari rechts überholt, den Nissan geschnitten, dadurch den Unfall verursacht und ist schuld an dem Ganzen. Wenn sich der GT-R-Fahrer aber auf ein "Rennen" eingelassen hat, bei dem diese Aktionen hin und her gegangen sind und mit dem Rechtsüberholen daher zu rechnen war, ist das mit der alleinigen Schuld für den Ferrarista nicht ganz so eindeutig.

Fakt ist: Durch die Aktion wurden Unbeteiligte beeinträchtigt. Die Frage ist nur, wer tatsächlich zum Kreis der Unbeteiligten zählt. Der letztendliche Unfallverursacher kam jedenfalls ohne Schaden davon.

Der Unfall ist übrigens vergangenen Sommer in Taiwan passiert, das Video wurde jetzt veröffentlicht.

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