Di, 21. November 2017

„Extrem sparsam“

05.02.2015 10:40

US-Arbeiter vermacht Klinik und Bücherei 6 Mio. $

Immer sparsam und bescheiden, meist eher schlampig gekleidet - bei den meisten Mitbürgern hat Ronald Read einen ärmlichen Eindruck hinterlassen. Doch nachdem der ehemalige Tankstellenangestellte Ende Juni letzten Jahres 92-jährig starb und nun seine Verlassenschaft abgewickelt wurde, waren wohl einige etwas überrascht: Read hinterließ nämlich dem lokalen Krankenhaus und einer städtischen Bücherei im US-Bundesstaat Vermont insgesamt 6 Millionen Dollar!

"Er war unglaublich sparsam", sagte Anwalt Laurie Rowell der Nachrichtenagentur AP über seinen Klienten. Seinen zerschlissenen Mantel flickte dieser notdürftig mit Sicherheitsnadeln, das ganze Jahr über sammelte er Feuerholz für den Winter und nie gab er auch nur einen Cent zu viel aus. "Manchmal ließ er bei Terminen das Auto mehrere Kilometer von meinem Büro entfernt stehen, nur um keine Parkgebühr zahlen zu müssen", erinnerte sich Rowell.

Klinik und Bücherei erhalten 6 Millionen Dollar
Im vergangen Juni starb Read dann im Alter von 92 Jahren - seine Verlassenschaft wird ihn aber wohl für immer unvergessen machen: Das Brattleboro Memorial Hospital erhielt von ihm 4,8 Millionen Dollar, die Brooks Memorial Library 1,2 Millionen. In beiden Fällen handelt es sich um die höchste Summe, die den Einrichtungen je gespendet wurde. Zudem konnten sich auch noch einige andere Institutionen über kleinere Beträge freuen.

"Es ist schlicht und einfach unglaublich. So etwas ist ganz sicher nicht alltäglich", meinte etwa Gina Pattinson, eine leitende Angestellte des Krankenhauses in Brattleboro. Auch seine Verwandten hatten keine Ahnung, dass Read trotz - oder gerade wegen - seiner Sparsamkeit derartig reich war, wie sein Stiefsohn Phillip Brown gegenüber AP erklärte. "Er war ein fleißiger Arbeiter, aber ich glaube nicht, dass jemand wusste, dass er offenbar Multimillionär war."

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