Di, 17. Oktober 2017

Freitag um 19 Uhr

05.02.2015 07:36

Abfahrt: Fenninger, Grögl, Hütter starten fix

Anna Fenninger, Elisabeth Görgl und Cornelia Hütter sind am Mittwochabend in Beaver Creek wie erwartet als ÖSV-Fixstarterinnen für die Damen-WM-Abfahrt am Freitag um 19 Uhr präsentiert worden. Um den vierten Platz rittern wie angekündigt Nicole Hosp und Nicole Schmidhofer am Donnerstag im Abschlusstraining. Sollte es keine fairen Bedingungen geben, gibt es einen Trainerentscheid.

"Die Schnellere bekommt den Startplatz", legte sich Damenchef Jürgen Kriechbaum einerseits klar fest, verwies aber auf die Möglichkeit unfairer Bedingungen. Zudem könnte es den Vergleich zwischen Niki (Hosp) und Nici (Schmidhofer) erschweren, dass die Tirolerin schon mit Nummer drei kommt und Schmidhofer erst mit 25.

Schmidhofer hat "nichts zu verlieren"
Schmidhofer sprühte am Vorabend der Quali vor Selbstvertrauen. "Ich bin locker drauf, habe nichts zu verlieren und die Strecke liegt mir ganz gut", sieht sich die Steirerin in einer ähnlichen Situation wie ihre engere Landsfrau Hütter, die im Super-G nach einer kompromisslosen Fahrt Vierte geworden war. "Das Gemeine ist, dass die Strecke uns beiden gut liegt. Es tut weh, dass eine von uns zuschauen muss. Ich denke, wir verzichten auf eine Medaillen-Anwärterin", sagte Schmidhofer.

Auch Hosp zuversichtlich
Hosp sieht es ähnlich. "Ein Rennen vor dem Rennen ist zwar nicht ideal, ich hätte es aber ja auch schon vorher klar machen können", sagte die neuerdings mit modischer Brille auftretende Tirolerin. Für sie spreche: "Ich bin in Form und die Strecke liegt mir." Den Ausfall im Super-G hat Hosp sofort abgehakt. "Ich habe ihn nicht einmal analysiert." Auch Hosp hoffte auf eine faire Qualifikation. "Wenn die Zeit zählt, ist das die fairste Lösung."

Ein persönlicher Konflikt komme deshalb bestimmt nicht auf. "Das wird zwischen Start und Ziel entschieden", so Hosp. Schmidhofer gab sich keck: "Die Niki bekommt eh noch mehrere Chancen. Ich will fahren."

Hütter will Trotzreaktion zeigen
Hütter hat ihren Ärger über die knapp verpasste Super-G-Medaille ebenfalls rasch vergessen. Als erster Prellbock hatte ihr ebenfalls dem ÖSV angehörender Freund Christian Walder noch im Ziel am Telefon herhalten müssen. "Dann ging es wieder", erinnerte sich Hütter lachend.

Ihr Motto für Freitag: "Neues Rennen, neues Glück." Verflogen ist auch die kurzfristige Irritation, weil Hütter ihren bisher größten Erfolg nicht wie geplant am Abend zusammen mit Fenninger im Haus Ski Austria feiern konnte. Ihr Anhang mit Vater Karl und einigen Serviceleuten war zu groß gewesen.

Gegessen und gefeiert wurde daraufhin im US-Haus. "Blöde Umstände sind zusammen gekommen. Das Wichtige an dem Tag war aber, dass ich ein gutes Rennen gefahren bin. Wir haben trotzdem eine Gaudi gehabt", hakte Hütter das Thema ab. "So was bringt mich sicher nicht aus dem Tritt."

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