So, 17. Dezember 2017

Richtig planen

03.02.2015 13:25

So wird die Heimsauna zur Wohlfühloase

Kräftig investiert wird derzeit bei uns in die Wohnqualität. Darunter fallen nicht nur der Wunsch nach der jeweils "richtigen" Einrichtung, sondern vor allem auch der Ausbau all jener Bereiche, die in unserer stressigen Zeit dem Abschalten und Krafttanken dienen sollen. Nach wie vor ganz oben auf der Wellness-Relax-Wunschliste: die eigene Sauna. Doch nicht alle Saunaräume werden auch regelmäßig genützt. Und das liegt bei Weitem nicht nur an mangelnder Motivation oder an fehlender Zeit.

Die Vorstellung ist mehr als verlockend: regelmäßige Saunagänge nach Lust, Laune und Freizeit, im Anschluss keine mühseligen Fahrzeiten in der winterlich-grauen Kälte, sondern ab ins eigene Bad und – Gipfel des Saunagenusses! – ein erholsames Schläfchen im eigenen Bett.

Die Heim-Sauna verteidigt seit Jahren höchst erfolgreich ihren Spitzenplatz auf der Wellness-Wunschliste der Österreicher. Mit gutem Grund. Denn regelmäßiges Saunieren trainiert das Herz-Kreislauf- und Gefäßsystem, unterstützt gerade in der kalten Jahreszeit das Immunsystem, sorgt für eine schöne Haut und soll die körperliche Entgiftung beschleunigen. Vor allem aber ist das Saunieren ein erprobtes Mittel, um rasch den mühseligen Alltagsstress im wahrsten Sinn des Wortes aus allen Poren zu schwitzen.

Sauna-Erholung beginnt bei der Planung
Und doch zeigen einschlägige Erfahrungswerte, dass der große Traum von der Heimsauna in vielen Haushalten rasch wieder ausgeträumt ist. Nach anfänglicher Begeisterung führt dieser Bereich allzu oft bald schon ein trauriges Schattendasein, wenn er nicht überhaupt in eine (teure!) Abstellkammer umfunktioniert wird.

In vielen Fällen liegt dies an schlechter Planung. Denn wesentliche Fehler bei der Positionierung und Gestaltung des Saunabereichs rächen sich rasch. Was bei der Anschaffung häufig auf der Strecke bleibt ist die Tatsache, dass gerade dieser Bereich von einer gekonnten Einteilung lebt. Nicht nur technische Details müssen passen, sondern auch die entsprechenden Wohlfühlaspekte.

Ein wenig Überlegung lohnt sich daher. Einrichtungsexperten erleben sehr häufig, dass bei der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus eine Art Nutzungs-Betriebsblindheit einsetzt: Einfachste – und nicht selten auch kostengünstige – Lösungen werden nicht wahrgenommen.

Rundum wohlfühlen mit der Heimsauna
In der Praxis wird der Saunabereich dort eingeplant, wo gerade ohne großen zusätzlichen Arbeits- und Umbauaufwand Platz ist. Das kann ein bislang ungenützter Platz im Keller ebenso sein wie der kleine Stauraum in der Wohnung, der – nun leer geräumt – künftig dem entspannten Saunieren dienen soll. Vergessen wird dabei, dass die Sauna in erster Linie nicht nur ein Schwitzbereich ist, sondern ein Ort der Rundum-Entspannung. Und diese Wohlfühlzone ist keineswegs auf die Sauna allein beschränkt.

So zeigen zum Beispiel vielfältige Erfahrungen aus der Sauna-Anbieter-Praxis, dass die edelste und großzügigste Sauna in der täglichen Praxis nicht genützt wird, wenn das Ambiente, die "Wohlfühlzone", einfach nicht stimmt. Ein Beispiel: Führt der Weg zur Sauna-Entspannung über die Waschküche bzw. den Bügelraum, in dem sich jede Menge unerledigte Wäsche stapelt, so wird dieser "Schlechte-Gewissen-Bereich" schon ganz unbewusst von den Bewohner nach Möglichkeit vermieden – und damit auch die Saunazone. Auch eine kahl-nüchterne oder unaufgeräumte Atmosphäre ist der Sauna-Praxis nicht zuträglich.

Fazit also: Wenn Heimsauna, dann von Beginn an auch die umgebende "Wohlfühlzone" in die (Kosten-)Planung mit aufnehmen!

Schwitz-Variationen zur Wahl
Ist die "Wohlfühlplanung" erfolgreich abgeschlossen, bleibt die Frage nach der Auswahl der jeweils individuell passenden "Schwitz-Variante". Denn nimmt die Finnische Sauna, auch als klassische Holzsauna bezeichnet, nach wie vor den Top-Platz ein, so stehen heute verschiedenste Sauna-Variationen zur Verfügung. Ein Vorteil für all jene, die den hohen herkömmlichen Sauna-Temperaturen nichts abgewinnen können – oder sie aus rein gesundheitlichen Gründen nicht vertragen.

Eine besonders einfach in den Haushalt zu integrierende Version ist die sogenannte Dampfsauna, die meist mit dem Duschbereich verbunden wird. Ihr Vorteil liegt in den wesentlich niedrigeren Temperaturen (35 bis 55 Grad Celsius), die in Verbindung mit der hohen Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent von den meisten auch sehr gut vertragen wird. Vor allem Frauen schätzen die gereinigte, rosig durchblutete und geglättete Haut nach dem Dampfsaunabesuch.

Die Infrarotsauna wiederum arbeitet auf Basis einer direkten Energiezufuhr und aktiven Wärmestrahlung bei einer durchschnittlichen Temperatur von meist 50 Grad Celsius. Ihr Vorteil liegt unter anderem darin, dass sie den Kreislauf kaum belastet.

Tipp: Infrarotfunktion als Zusatzmodul für die klassische Sauna.

Für alle Varianten gilt, dass es große Qualitäts- und Preisunterschiede gibt. Schon im Interesse der Gesundheit und der Sicherheit sollte man sich daher jedenfalls vor dem Kauf umfassend informieren und auf Garantien sowie entsprechende Qualitätssiegel achten.

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