So, 17. Dezember 2017

Heiße Clips

02.02.2015 10:21

Facebook-Betrugsmasche ködert Nutzer mit Videos

Der Sicherheitsspezialist BitDefender warnt vor einer neuen Betrugsmasche auf Facebook. Tausende Nutzer des Netzwerks sollen bereits betroffen sein und sich eine gefährliche Schadroutine eingefangen haben. Sie hatten sich unter anderem von einem Video einer halbnackten Strandschönheit ködern lassen.

Die Betrugsmasche beginne mit einem angeblichen Video, in dem stets 20 Freunde markiert seien, erläutert Bitdefender-Sicherheitsspezialist Bogdan Botezatu in einem Blogeintrag. Unter dem vermeintlichen Video werde ein Link zu goo.gl angezeigt, der dem Experten nach bei erfahrenen Nutzern die Alarmglocken schrillen lassen sollte, da es sich hierbei um einen sogenannten Kurz-URL-Dienst handle, auf dem keinesfalls Videos gehostet würden.

Schädling tarnt sich als Flash-Player-Update
Wer auf das Video klicke, werde - je nach Gerät und Plattform, mit der darauf zugegriffen wird – auf verschiedene externe Websites weitergeleitet. Smartphone-Nutzer werden demnach an einen betrügerischen SMS-Dienst weitergeleitet, Windows-Nutzer hingegen auf eine Facebook-Seite, auf der sie aufgefordert werden, ein angebliches Flash-Player-Update herunterzuladen, um das Video abspielen zu können. Statt des versprochenen Updates bekommen Nutzer jedoch Schadroutinen eingeschleust, über die zum einen verschiedene weitere schädliche Komponenten installiert werden und sich die Betrugsmasche zum anderen über die Facebook-Konten der betroffenen Opfer weiter verbreitet.

Der Sicherheitsanbieter konnte laut eigenen Angaben drei verschiedene Varianten dieser Betrugsmasche auf einen offenbar türkischen Cyberkriminellen zurückverfolgen. Analysen hätten gezeigt, dass innerhalb nur einer Stunde über 5.000 Nutzer auf die betrügerischen Seiten weitergeleitet wurden.

"Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste"
BitDefender mahnt zu Vorsicht und warnt Nutzer davor, leichtfertig auf jeden Link zu klicken, der ihnen unterkomme: "Prüfen Sie sorgfältig, ob Ihre Kontakte derartige Inhalte überhaupt posten würden, und denken Sie immer daran, dass Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist. Darüber hinaus können Sie in Ihren Facebook-Privatsphäre-Einstellungen festlegen, dass Sie Inhalte, in denen Sie markiert wurden, vor der Anzeige in Ihrer Chronik überprüfen möchten. So können Sie die Verbreitung dieser Betrugsmaschen eindämmen, falls Sie selbst zum Opfer werden", so Botezatu.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden