Sa, 18. November 2017

Kritik an First Lady

01.02.2015 17:44

Israel: Pfandflaschenaffäre um Sara Netanyahu

Israels First Lady, Sara Netanyahu, muss sich gegen immer neue Vorwürfe verteidigen, sie sei raffgierig und führe einen verschwenderischen Lebensstil. Ihr Rechtsanwalt wies am Sonntag Berichte zurück, die Frau des Ministerpräsidenten habe jahrelang Tausende Schekel für Flaschenpfand in die eigene Tasche gesteckt. Das Geld wäre eigentlich dem Staat zugestanden, hieß es in den Berichten.

Netanyahus Anwalt sagte dem israelischen Rundfunk, es sei der Fahrer der Familie gewesen, der das Geld für eine "kleine Kasse" gesammelt habe. Diese sei den Angestellten im Amtssitz von Netanyahu zugutegekommen.

Opposition kritisiert Alkoholkonsum der Netanyahus
Zipi Livni von der Mitte-links-Opposition warf Benjamin und Sara Netanyahu indes am Samstag vor, sie hätten binnen zwei Jahren rund 22.700 Euro für Alkohol ausgegeben. Das Geld, das Netanyahu monatlich vertrinke, entspreche dem Durchschnittsgehalt eines Arbeiters in Israel, sagte Livni.

Israels Generalstaatsanwalt Jehuda Weinstein muss nun entscheiden, ob er angesichts der Vorwürfe eine Untersuchung einleitet. Netanyahu streitet alle Anschuldigungen mit dem Argument ab, seine Gegner wollten ihn so bei den Parlamentswahlen am 17. März stürzen.

Ehemalige Angestellte beschuldigen First Lady
Im vergangenen Monat musste er seine Frau bereits gegen Vorwürfe von Ex-Angestellten in Schutz nehmen. Diese beschuldigen die First Lady, sie mit Wutausbrüchen und übertriebenen Wünschen tyrannisiert zu haben - besonders unter Alkoholeinfluss.

Im Februar 2013 war die Familie Netanyahu in die Kritik geraten, weil ihr der Staat Israel offenbar jährlich 2.000 Euro für den Verzehr von Eis zur Verfügung stellte. Benjamin Netanyahu hatte daraufhin erklärt, er werde aus Spargründen in Zukunft auf sein Lieblingseis verzichten.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden