Fr, 23. Februar 2018

Handball-WM

30.01.2015 21:23

31:29 gegen Polen: ÖHB-Albtraum Katar im Finale

Vor zwei Wochen noch undenkbar, doch jetzt Realität: Gastgeber Katar steht im Finale der Handball-WM der Männer. Der aus zahlreichen eingebürgerten Topspielern rekrutierte Asienmeister gewann sein Halbfinale gegen Polen am Freitag in Doha mit 31:29 (16:13). Das Team des spanischen Trainers Valero Rivera trifft nun am Sonntag auf Olympiasieger Frankreich, der sich 26:22 (18:14) gegen Titelverteidiger Spanien durchsetzte.

Bisher waren nur Ägypten 2001 und Tunesien 2005 als beste nicht-europäische Mannschaften ins WM-Halbfinale gekommen. Katar schaltete heuer in den K.-o.-Spielen nacheinander Österreich, Deutschland und Polen aus. Vor zwei Jahren hatten die Katarer noch lediglich WM-Platz 20 belegt.

Vor 15.000 Zuschauern in der Lusail Multipurpose Hall warfen Kamalaldin Mallash und Rafael Capote je sechs Tore. "Wir wussten, dass wir bis zur Pause drei oder vier Tore Vorsprung haben mussten, weil Polen fast alle seine Spiele in der zweiten Hälfte gewonnen hat", sagte Rivera, der vor zwei Jahren bei der Heim-WM mit Spanien den Titel gewonnen hatte.

Frankreich entscheidet Krimi gegen Spanien für sich
Im zweiten Halbfinale hatte sich Frankreich zur Pause bereits einen 18:14-Vorsprung erspielt. In der hochklassigen Begegnung kämpften sich die Spanier jedoch wieder auf 18:19 (38.) heran, kamen aber nicht zum Ausgleich. Michael Guigou warf fünf Tore für Frankreich, bei den unterlegenen Spaniern trafen Joan Canelles und Christian Ugalde ebenfalls je fünfmal.

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