Fr, 25. Mai 2018

Soll gedroht haben

30.01.2015 11:33

Mädchen (17) auf Polizeiwache in Texas erschossen

Im US-Bundesstaat Texas ist ein 17 Jahre altes Mädchen in einer Polizeiwache erschossen worden. Ein Überwachungsvideo, das die örtliche Polizei bei einer Pressekonferenz am Donnerstag veröffentlichte, zeigt die Szene in der Stadt Longview östlich von Dallas. Auf den Bildern ist zu sehen, wie es zu einem Gerangel mit einem Polizisten kommt. Daraufhin kommen weitere Polizeibeamte hinzu. Plötzlich stürmt der Teenager auf einen der Cops zu, woraufhin das Mädchen erschossen wird.

Die 17-jährige Kristiana Coignard habe ein Messer bei sich getragen und damit gedroht, hieß es in einer Mitteilung der Polizei von Longview. Das Video der Überwachungskamera ist ohne Ton, aber eine Sprecherin der Polizei meinte nach dem Vorfall, dass Coignard bei ihrer Anmeldung über das Lobby-Telefon um Hilfe bat. Sie habe jedoch nicht gesagt, um welche Art von Notfall es sich handle.

Gerangel, dann tödliche Schüsse
Jener Polizist, der als erster zur jungen Frau geeilt war, habe zu Protokoll gegeben, dass Coignard ihre Hand hochgehalten habe. Auf dieser stand: "Ich habe eine Waffe." Dieser Beamte ist es auch, der wenig später versucht, das Mädchen auf einen der Wartesitze zu zwingen. Es kommt zu einem Gerangel, das sich aber nach dem Eintreffen zweier weiterer Beamter zunächst beruhigt.

Doch plötzlich springt das Mädchen auf und stürmt auf jenen Cop zu, der als erster in Erscheinung getreten war. Dieser weicht zurück und feuert auf Coignard - zunächst laut Aussage der Polizei mit einem Taser, doch davon lässt sich die Tobende nicht beirren. Dann wird scharf geschossen. Auch die anderen Polizisten geben Schüsse ab. Die 17-Jährige geht zu Boden und bleibt leblos liegen.

Mädchen hatte bipolare Störung
Das Mädchen soll Medienberichten zufolge an einer bipolaren Störung gelitten haben. Der Vorfall vom 22. Jänner wird nun untersucht, die drei beteiligten Polizisten wurden vom Dienst suspendiert. Coignards Tante, bei der das Mädchen gelebt hatte, meinte gegenüber dem Blog thinkprogress.org, dass ihre Nichte nur Hilfe gesucht habe. "Sie hätten ihr helfen können. Ich glaube, sie verschweigen uns etwas", erklärte Heather Robertson wenige Tage nach dem Vorfall.

Das Mädchen soll demnach mehrmals versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Allerdings sei sie laut ihrer Tante nie aggressiv gegenüber anderen Menschen gewesen. Sie sei stets "nur eine Gefahr für sich selbst" gewesen.

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