Fr, 15. Dezember 2017

Oculus Rift & Co.

30.01.2015 09:32

Virtual Reality wird langsam zum Massenphänomen

Nach einem Boom in den Neunzigern wurde es um das Thema "Virtual Reality" (VR) in den Jahren danach wieder ziemlich still. Jetzt dürfte wieder Bewegung in die Sache kommen, erklärte Henry Fuchs von der University of North Carolina at Chapel Hill beim Symposium "Visual Computing" in Wien, das vom Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung (VRVis) veranstaltet wurde.

"Virtual Reality ist plötzlich heiß", so Fuchs. Das Thema VR beziehungsweise Augmented Reality (AR) habe vergangenes Jahr massiv an Fahrt gewonnen, vor allem durch die Übernahme der Entwicklerfirma Oculus VR durch Facebook für rund 2,3 Milliarden US-Dollar und den Einstieg von Google beim Start-up Magic Leap, das an Projekten zur Darstellung virtueller Gegenstände arbeitet.

Vor wenigen Tagen habe Microsoft zudem die AR-Brille "HoloLens" vorgestellt. "An dem Projekt arbeiten angeblich mehr als 1.000 Personen", strich der Preisträger des "2013 IEEE VGTC Virtual Reality Career Award" hervor.

Augmented Reality hinkt hinterher
VR habe sowohl bei Display, Tracking und Latenz deutliche Vorteile gegenüber AR. Im Gegensatz zu den Neunzigern, als VR-Systeme noch mehr als 100.000 Dollar gekostet hätten, zahle man nun beispielsweise für die aktuelle Entwicklerversion von Oculus Rift weniger als 400 Dollar. Diese Entwicklung habe das Potenzial für millionenfache Verkäufe und einen Durchbruch am Massenmarkt. Unklar sei aber noch, wofür die Menschen VR künftig einsetzen.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatte bereits Werner Purgathofer, Chef des Symposiums und Wissenschaftlicher Direktor des VRVis angemerkt, "dass die Zeit reif ist, dass Virtual Reality abhebt, also eine Haupttechnologie wird".

Augmented Reality scheint hingegen eine größere Herausforderung zu sein. Fuchs führte beispielsweise Kritikpunkte wie das eingeschränkte Sichtfeld von 40 Grad pro Auge und hohe Preise, noch weit entfernt vom Massenmarkt, an. Einen Durchbruch bei den AR-Displays erwartet er erst in "ein bis zwei Dekaden".

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