Do, 23. November 2017

Müllproblem im Meer

29.01.2015 10:21

Greenpeace-Demo mit riesigem Plastiksackerl-Fisch

Plastikmüll verschmutzt die Meere: Mit einem gigantischen Fisch aus Plastiksackerln hat Greenpeace am Donnerstag auf der Wiener Mariahilfer Straße auf diesen Umstand aufmerksam gemacht. "Im Pazifik schwimmt ein Plastikteppich, 16 Mal so groß wie Österreich. Hunderttausende Meerestiere wie Wale, Fische oder Schildkröten sterben, weil sie Plastik fressen oder daran ersticken", so Konsumentensprecherin Nunu Kaller.

Kurz vor Weihnachten hatte Greenpeace Konsumenten dazu aufgerufen, ihre Plastiksackerl bei der Umweltschutzorganisation gegen Stofftaschen einzutauschen. Aus den gesammelten Plastikbeuteln wurde dann der überdimensionale Fisch gefertigt. "Auf 25 Metern Länge wurden etwa 800 Plastiksackerl vernäht. Diese Menge entspricht der Anzahl an Sackerln, die in ganz Österreich in weniger als dreißig Sekunden gratis ausgegeben werden", so Kaller.

Den Konsumenten, die zum Schutz der Umwelt beitragen wollen, rät Kaller: "Verwenden Sie ihre alten Sackerl so oft wie möglich wieder und verzichten Sie auf Gratissackerl."

Aktionsplan gegen Plastikmüll gefordert
Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit forderte Umweltminister Andrä Rupprechter auf, rasch einen Aktionsplan gegen Plastikmüll vorzulegen. Konkret forderte die Umweltschutzorganisation eine 80-prozentige Reduktion aller Einwegsackerl in Österreich bis 2019.

Die im Vorjahr beschlossene EU-Richtlinie gibt den Mitgliedstaaten dafür bis spätestens 2025 Zeit und lässt zahlreiche Ausnahmen zu. "Wir begrüßen die Ankündigung von Minister Rupprechter, einen Runden Tisch zur Umsetzung ambitionierter nationaler Ziele einzuberufen", so Egit.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden