Di, 20. Februar 2018

Aktuelle Studie

27.01.2015 10:24

Vier von zehn Jugendlichen sind politikverdrossen

Vier von zehn Jugendlichen bezeichnen sich in einer Studie des Instituts für Jugendkulturforschung als politikverdrossen. Aktuelle internationale Themen wie Kriege bestimmen die Sorgen der 14- bis 18-Jährigen, geht daraus weiters hervor. Besonders Angst machen den Teenagern politische Konflikte und der Dschihadismus - aber auch die Frage, ob sie später von ihrer Pension leben können.

Knapp jeder Zweite (47 Prozent) hat laut der am Dienstag veröffentlichten Umfrage wenig bis kein Vertrauen in das politische System in Österreich. In der Gruppe, die angibt, kein Vertrauen ins politische System zu haben, sind die "an politischen Themen interessierten SkeptikerInnen" (42 Prozent) und die "politisch desinteressierten Distanzierten" (44 Prozent) zu gleichen Teilen vertreten.

Bezüglich der Sonntagsfrage gaben dennoch zwei Drittel an, eine gültige Stimme abzugeben. 14- und 15-Jährige wurden gebeten, sich eine Wahlberechtigung vorzustellen. Das Ergebnis zeigt hier Grün und Blau vor SPÖ, ÖVP und NEOS.

Krisen, Arbeitslosigkeit und Dschihadismus beunruhigen
Die seit 2008 anhaltende Krisendebatte ist an der Jugend nicht spurlos vorbeigezogen. Gaben 2005 lediglich rund zwei von zehn Jugendlichen an, Angst zu haben, dass es eine Wirtschaftskrise gibt, sind es heute vier von zehn jungen Österreichern. Angst vor Altersarmut bzw. die Sorge, von der staatlichen Pension nicht leben zu können, beschäftigt auf etwa gleich hohem Niveau wie 2005 (44 Prozent; aktuell: 39 Prozent).

Besonders Angst machen Konflikte wie in Syrien oder in der Ukraine (65 Prozent), aber auch der Dschihadismus (54 Prozent), die Arbeitslosigkeit (42 Prozent) und die Wirtschaftskrise (40 Prozent).

Für die Studie des Instituts für Jugendkulturforschung wurden im Zeitraum 17. November bis 7. Dezember des Vorjahres 400 Personen befragt.

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