Mo, 20. November 2017

Schulden, Zukunft

26.01.2015 16:10

Richard Lugner: Seine komplette „Finanzbeichte“

"Ich verkaufe die Lugner City jetzt sicher nicht", sagt Richard Lugner, der zuletzt im ORF-Radio aufhorchen ließ, als er von einem Schuldenberg von 65 Millionen Euro und hohen monatlichen Rückzahlungsraten sprach. "Halb so schlimm", stellt er nun gegenüber der "Krone" klar und erläutert brisante Details und Zukunftspläne.

Mit 32 Millionen Euro stehe er bei der Erste Bank in der Kreide, weil er im Oktober 2013 von der Volksbanken AG die Lugner-City-Immobilie zurückgekauft habe. Zur Erinnerung: 2003 hatte die Bank das Lugner-Imperium vor der Pleite gerettet, weil sie das Einkaufszentrum erwarb und Lugner die Immobilie zurückleaste.

Zahlreiche Kredite aufgenommen
Die Erste Bank gewährte zusätzlich einen Kredit, damit auch das Grundstück, auf dem der Einkaufstempel steht, wieder dem Society-Löwen gehört. Geld gab es zudem von Bank Austria, Raiffeisen und PSK für Renovierungen, Betriebsmittel etc.

"Aber die Lugner City ist viel mehr wert", sagt der Baumeister, der sein Lebenswerk auf mehr als 90 Millionen Euro schätzt. Das Einkaufszentrum hat 30.000 Quadratmeter plus Kino und setzte zuletzt 133 Millionen Euro um. Für heuer sind 134 Millionen geplant.

"Ich habe nicht vor, zu sterben"
Derzeit ordnet der 82-Jährige seine Besitztümer, die in zwei Stiftungen geparkt sind. Geplant sind unter anderem monatliche Zahlungen an eine uneheliche Tochter mit der Mimin Sonja Jeannine. "Ich habe nicht vor, zu sterben, es geht mir gut. Aber ich will alles so regeln, dass es nach mir überall klare Verantwortliche gibt."

Für seine Nachfolge im Shopping-Paradies sind Frau Cathy oder Sohn Alexander im Gespräch. Tochter Jacqueline soll künftig zwei Bürohäuser im 7. Bezirk managen und ihrem Freund Helmut Werner bei der Vermarktung von Stars und Künstlern helfen.

"Spatzi" als Zankapfel
Die 21-jährige Jacqueline hätte eigentlich die Ruder der Lugner City von ihrem Vater übernehmen sollen, will aber offenbar lieber Werner helfen. Grund für das mangelnde Interesse an der Chefetage des Lugnerschen Imperiums soll auch die neue Frau an der Seite ihres Vaters sein, erfuhr "Krone"-Adabei. Mit "Spatzi" soll sich Jacky - gelinde gesagt - nicht ganz so gut verstehen.

Spatzi werde immer mehr in die Firmenstrukturen eingebunden, heißt es, kümmere sich um den Online-Auftritt des Einkaufszentrums und habe den Überblick über die Finanzen. Außerdem ist sie mittlerweile auch - neben Lugners Söhnen Alexander und Andreas - Begünstigte der "Lugner Söhne Privatstiftung".

"Ich bin der Jacqueline nicht böse"
Seine Tochter zu enterben, kommt für den Baulöwen aber ganz und gar nicht infrage. "Dafür gibt es überhaupt keinen Grund. Die Jaqueline und ich haben ja nach wie vor ein gutes Verhältnis zueinander", beteuert "Mörtel" im Gespräch mit der "Krone". Jacqueline soll auch weiterhin die Begünstigte von Lugners zweiter Stiftung, der "Lugner Familien-Privatstiftung", bleiben.

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