Mi, 21. Februar 2018

Auf Fotos erkennbar

26.01.2015 14:00

Weißer Fleck auf Ceres lässt NASA-Forscher rätseln

Eine seltsamer, flackernder weißer Fleck (rot markiert) auf Bildern des Zwergplaneten Ceres lässt derzeit Forscher der US-Raumfahrtbehörde NASA rätseln. Er findet sich auf Aufnahmen, die die Sonde "Dawn" am 13. Jänner zur Erde gefunkt hat (krone.at berichtete). Aufgrund der noch zu geringen Auflösung der Fotos könne man noch nicht sagen, um was genau es sich handelt, heißt es.

Auf den Aufnahme der Kamera an Bord von "Dawn", die aus einer Entfernung von 383.000 Kilometern entstanden sind, kann man deutlich hellere und dunklere Bereiche auf dem fast kugelförmigen Himmelskörper erkennen, der erst im Jahr 2006 zum Zwergplaneten "aufgestiegen" ist.

"Wir können bestätigen, dass es sich dabei um etwas auf Ceres handelt, das das Sonnenlicht stärker reflektiert. Um was es sich handelt, ist aber vorerst ein Rätsel", wird Marc Raymann, Chefingenieur und Direktor der "Dawn"-Mission am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena (Kalifornien), auf der Website Space.com zitiert. "Wir wissen nicht, was der weiße Fleck ist, aber er ist sicherlich interessant", so der Wissenschaftler. Sobald "Dawn" Ceres schärfer abbilden könne, werden man in der Lage sein, herauszufinden, um was es sich bei dem hellen Fleck handle, ist Raymann überzeugt.

Ozean aus Wasser unter dicker Eiskruste?
Eine dicke Eiskruste und darunter ein Ozean - das wird Planetenforscher möglicherweise erwarten, wenn die NASA-Sonde "Dawn" im März den Zwergplaneten erreicht und in einen Orbit um ihn einschwenkt. Die Forscher nehmen an, dass Ceres über seinem inneren Gesteinskern eine dicke Eiskruste besitzt, unter der sich möglicherweise sogar ein Ozean aus Wasser verbirgt. Eventuell könnte der Zwergplanet, der Wasserdampf ins All speit, deshalb sogar eine hauchdünne Atmosphäre haben, vermuten Astronomen.

Bis auf 690 Kilometer soll sich "Dawn" der Oberfläche von Ceres nähern. Anschließend wird die Sonde mindestens 50 Jahre lang auf einer stabilen Bahn in einer Art "Quarantäne" um den Zwergplaneten kreisen. Damit soll verhindert werden, dass irdische Mikroben, die möglicherweise an der Sonde haften, bei einem Absturz auf die Oberfläche von Ceres gelangen.

Wurde vor über 200 Jahren entdeckt
Ceres - benannt nach der römischen Göttin des Ackerbaus - ist der größte Körper im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und vereint mehr als ein Drittel der gesamten Masse des Asteroidengürtels. Seine Größe war es auch, die ihn zum ersten entdeckten Asteroiden machte - anno 1801 spürte der italienische Astronom Giuseppe Piazzi Ceres in der Neujahrsnacht auf. Mit einem Äquatordurchmesser von rund 950 Kilometern ist er das größte Objekt im sogenannten Asteroiden-Hauptgürtel.

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