Do, 23. November 2017

Automatenverbot

26.01.2015 10:15

Novomatic meldet 80 Mitarbeiter zur Kündigung an

Das Verbot des kleinen Glücksspiels in Wien kostet jeden zehnten Novomatic-Angestellten in der Bundeshauptstadt den Job. Der niederösterreichische Konzern hat über das Frühwarnsystem beim Arbeitsmarktservice vorsorglich 80 der rund 800 Mitarbeiter zur Auflösung von Arbeitsverhältnissen mit Ende Februar angemeldet.

"Diese gesetzlich vorgesehene Maßnahme ist eine der Konsequenz der rechtlichen Situation in Wien", bestätigte Konzernsprecher Hannes Reichmann gegenüber den "Niederösterreichischen Nachrichten". Diverse Wiener Standorte seien betroffen. "Wir bemühen uns, möglichst viele Mitarbeiter weiter zu beschäftigen - wobei dies auch mit der für uns positiven Entscheidung für Spielbanken zusammenhängt." Auswirkungen auf die Konzernzentrale im niederösterreichischen Gumpoldskirchen gebe es aber nicht.

Einspruch verzögert Prater-Casino-Wiedereröffnung
Novomatic hat für seinen bereits existierenden Standort im Wiener Prater sowie für einen neuen Spieltempel in Bruck an der Leitha eine Casinolizenz zugesprochen bekommen. Wegen des Einspruchs der Konkurrentin Casinos Austria ist der Entscheid aber noch nicht rechtskräftig, eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wird Ende Februar erwartet.

400 Automaten im Prater-Casino stillgelegt
Das Wiener Automatenverbot ist seit Jahresbeginn in Kraft. Novomatic hat bis dahin etwa 1.500 der 2.700 einarmigen Banditen betrieben, hauptsächlich in seinen Admiral-Sportwettenbüros. Allein im Prater-Casino wurden 400 Automaten stillgelegt. Sportwetten hingegen zählen in Österreich, im Gegensatz zu den meisten anderen EU-Ländern, nicht als Glücksspiel - sie sind hierzulande legal.

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