So, 25. Februar 2018

Kondolenzbesuche

24.01.2015 19:36

Spitzenpolitiker pilgern nach Saudi-Arabien

Einen Tag nach der Beerdigung des saudischen Königs Abdullah haben Staats- und Regierungschefs aus aller Welt dem Monarchen die letzte Ehre erwiesen. Abdullahs Nachfolger und Halbbruder Salman empfing am Samstag im Königspalast der Hauptstadt Riad unter anderem Prinz Charles und Premierminister David Cameron aus Großbritannien, König Felipe VI. aus Spanien, Frankreichs Präsidenten Francois Hollande und Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi.

Österreich ist durch den Zweiten Nationalratspräsidenten Karlheinz Kopf (ÖVP) beim Kondolenzbesuch in Riad vertreten. Deutschland wurde auf Bitten von Kanzlerin Angela Merkel von Altbundespräsident Christian Wulff vertreten. Weder Merkel noch Bundespräsident Joachim Gauck reisten nach Riad. Gauck feierte am Samstag seinen 75. Geburtstag, Merkel war zuletzt bei ihren Auftritten in Davos und in Florenz schwer erkältet.

Obama kondoliert am Dienstag
US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle wollen am Dienstag in das streng islamische Land reisen, um dem neuen König ihr Beileid auszusprechen. Dafür wurde ein Besuch Obamas am Taj Mahal in Indien abgesagt. Der schiitische Iran schickt trotz langjähriger Feindschaft mit Riad Außenminister Mohammad Javad Zarif in das streng sunnitische Königreich. Andere Trauergäste wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan waren bereits am Freitag nach Saudi-Arabien gereist.

Abdullah war am Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 91 Jahren gestorben. Bereits am Freitag war die Macht in dem konservativen Golf-Königreich reibungslos an Halbbruder Salman übergegangen. Beobachter erwarten, dass der 79-jährige neue Regent den Kurs seines Vorgängers fortsetzt.

Internationale Empörung über Prügelstrafe für Blogger
Das ölreiche Golf-Königreich steht wegen Menschenrechtsverletzungen immer wieder in der Kritik. Aktuell sorgt die Prügelstrafe für den islamkritischen Blogger Raif Badawi international für Empörung. Der Aktivist war zu zehn Jahren Haft und 1.000 Stockschlägen verurteilt worden, weil er im Internet den Islam beleidigt haben soll.

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