So, 19. November 2017

Rund 600 Kündigungen

24.01.2015 10:57

ÖVAG halbiert ihre Belegschaft

Die vor der Abwicklung stehende teilstaatliche Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) halbiert ihre Belegschaft. Von den derzeit noch rund 600 Mitarbeitern des Stammhauses wird jeder zweite den Arbeitsplatz verlieren. "Das ist in etwa die Größenordnung", bestätigt ÖVAG-Vorstandsvorsitzender Stephan Koren in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "profil" laut einem Vorausbericht am Samstag.

250 Personen wurden laut dem Nachrichtenmagazin kürzlich bereits dem Frühwarnsystem des AMS gemeldet. "Wir haben den Personalstand im Konzern seit 2012 von 2.100 auf 1.400 Mitarbeiter reduziert, dieser Abbau wird leider in den kommenden Monaten und Jahren so weitergehen", so Koren laut "profil". "Ein Teil der Mitarbeiter kann überall da, wo es gelingt, Gesellschaften als Ganzes zu verkaufen, mitübertragen werden, ein Teil wird auch in den neuen Verbund gehen können. Für andere heißt es bedauerlicherweise, dass sie am Ende des Prozesses ihren Arbeitsplatz verlieren werden", so der ÖVAG-Chef.

Die teilstaatliche ÖVAG, Spitzeninstitut des Volksbankensektors, wird Mitte 2015 zu einer Abbaubank und bis 2017 liquidiert werden. Die Aufgaben der ÖVAG als Spitzeninstitut werden auf die Volksbank Wien-Baden übertragen.

Bank wurde als "nicht Not leidend" eingestuft
Das "profil" schreibt außerdem, dass die Österreichische Nationalbank die ÖVAG noch vor der Gewährung des staatlichen Partizipationskapitals in der Höhe von einer Milliarde Euro 2009 als "nicht Not leidend" ("not distressed") eingestuft hat. Diese Beurteilung sei, wie auch bei der Hypo Alpe Adria 2008, im Zuge einer Schnellprüfung erfolgt. Laut Kriterien der EU-Kommission gibt es an und für sich "distressed" (notleidend) oder "sound" (gesund) zur Bankenbeurteilung.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden