Sa, 26. Mai 2018

"Krone"-Ombudsfrau

23.01.2015 13:00

Reklamations-Wahnsinn bei Fluglinie

Ohne Gepäck ist die Schwiegermutter eines Lesers aus Niederösterreich am Urlaubsort in Deutschland angekommen. Die Fluglinie versprach, die Kosten für den Ersatz der wichtigsten Utensilien umgehend zu übernehmen. Es folgte aber ein nervenaufreibendes Reklamations-Chaos...

Bereits im August war Frau G. nach Berlin geflogen. Das Reisegepäck blieb allerdings in Wien-Schwechat zurück und wurde ihr erst zwei Tage nach der Ankunft in Deutschland zugestellt. "Uns wurde erklärt, sie kann sich das Nötigste kaufen und das Geld wird ihr komplett rückerstattet. Wir haben dann per E-Mail alle Unterlagen an die Airline geschickt", schildert der Schwiegersohn.

Erst im Oktober antwortete die Fluglinie zum ersten Mal auf die Reklamation. Man bat die Familie, das Online-Portal für die Beschwerde zu nutzen. Die nächste Antwort folgte einen Monat später im November: Als Wiedergutmachung wurde ein Fluggutschein in Höhe von 150 Euro angeboten. "Daraufhin habe ich um Überweisung des Geldes gebeten, da meine Schwiegermutter schon älter ist und wir nicht wissen, ob sie noch einmal fliegen wird, was mir einen Tag später sogar per Mail zugesagt wurde", erinnert sich Herr R.

Der Fall war damit aber nicht beendet. Denn statt einer Überweisung bekam der Niederösterreicher eine weitere Nachricht: Die Schwiegermutter sollte plötzlich einen Gutschein über nur mehr 75 Euro erhalten. Von einer Geldüberweisung war keine Rede mehr. Der Verzweiflung nahe wollte Herr R. dann zumindest den Gutschein auf seinen Namen übertragen lassen. Woraufhin er von der Fluglinie aufgefordert wurde, seine Bankverbindung für die Überweisung bekannt zu geben...

Da bis Mitter Jänner weder Geld noch Gutschein kam, riss Herrn R. schließlich der Geduldsfaden und er kam zur Ombudsfrau. Und siehe da, Air Berlin hat nach unserer Anfrage den vollen Betrag für die Noteinkäufe umgehend erstattet!

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