Di, 12. Dezember 2017

Islamlehrer-Schule

22.01.2015 15:25

Sebastian Kurz fordert: "Keine falsche Loyalität!"

Es ist viel diskutiert worden in den vergangenen Tagen: über Terror, Angst und über Radikalisierung. Ein Thema, für das Außenminister Sebastian Kurz bei seinem Besuch in der Wiener Privatschule IRPA für Islam-Religionslehrer am Donnerstag klare Worte fand. Sein Appell: "Informiert die Behörden, wenn jemand vom rechten Weg abkommt. Keine falsche Loyalität!"

Denn: "Die radikale Idee von heute kann der Terroranschlag von morgen sein", so Kurz. Ein Thema, das bei den versammelten angehenden Islam-Religionslehrern für öffentliche Schulen nicht oberste Priorität zu haben schien. Direktorin Amena Shakir sagte auch, warum: "Die Mehrheit der radikalen Menschen sind religiöse Analphabeten."

"Wer Rechte hat, muss auch Verantwortung übernehmen"
Vom Außenminister wollte man wissen, ob das künftige Islamgesetz ein Kopftuchverbot beinhalte, man "Angst" haben müsse, nach Moscheebesuchen "von Polizisten überfallen und kontrolliert zu werden" und wie man sich denn als Religionsminderheit integrieren könne. Auch hier fand Kurz klare Worte: "Der Islam ist seit 1912 in Österreich anerkannt. Uns muss aber bewusst sein, wer Rechte hat, muss auch Verantwortung übernehmen."

Integration bedeute nicht "sich aufgeben", sondern "sich auf Österreich einlassen". Aufmärsche wie beim Besuch des umstrittenen, türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Wien seien da eher kontraproduktiv. Eine derartige Mobilisierungsstärke der Muslime würde Kurz gerne anders eingesetzt sehen: im Kampf gegen Terrorismus und Radikalisierung.

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