Mo, 23. Oktober 2017

Skandal um Opernhaus

20.01.2015 17:32

Spanien: Österreichische Intendantin verhaftet

Die aus Österreich stammende Opernintendantin Helga Schmidt wurde am Dienstag im spanischen Valencia wegen illegaler Kommissionen und Korruption verhaftet. Schmidt, die seit 2006 das valencianische Opernhaus "Palau de les Arts Reina Sofia" führt, wurde nach Angaben der valencianischen Kulturbeauftragten Maria Jose Catala nach ihrer Verhaftung bis auf Weiteres von ihren Aufgaben entbunden.

Wie spanische Medien am Dienstag berichten, wurde Schmidt anscheinend in ihrem Hotel festgenommen, in dem sie während ihrer Aufenthalte in Valencia wohnt. Ihr Büro im Opernhaus wurde von der Polizei ebenfalls durchsucht.

Die spanische Staatsanwaltschaft für Korruptionsvergehen wirft der Österreicherin vor, für die Suche von Sponsoren illegal bis zu eine halbe Million Euro an Kommissionen von der Opernhaus-Stiftung kassiert zu haben. Schmidt soll die Vorwürfe bisher abgestritten haben.

Auch Geschäftsführer festgenommen
Neben der Opernintendantin wurde auch der frühere Geschäftsführer des spanischen Opernhauses, Ernesto Moreno, wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder sowie dem illegalen Verkauf von Eintrittskarten in der Hafenstadt verhaftet. Nach einem Bericht der Regionalregierung soll es bei der Auftragsvergabe des von Santiago Calatrava entworfenen Opernhauses jahrelang zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein.

Laut der Staatsanwaltschaft sollen sich die durch Korruption und Veruntreuung öffentlicher Gelder entstandenen Verluste für das staatliche Opernhaus der Region Valencia auf rund 27 Millionen Euro belaufen.

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