Mo, 20. November 2017

Fünf Festnahmen

20.01.2015 19:35

Zugriff in Frankreich: Keine Spur nach Österreich

Die Festnahme fünf Terrorverdächtiger in Südfrankreich hat am Dienstag vorübergehend in Österreich für Aufsehen gesorgt. Der Sender "France3" hatte berichtet, ein Österreicher sei unter ihnen. Am Nachmittag wurde dies jedoch offiziell dementiert. Bei den Verdächtigen handelt es sich um "fünf Russen tschetschenischer Herkunft", wie die französischen Behörden erklärten. Das Innenministerium in Wien dementierte am Abend zudem Gerüchte, dass womöglich auch in Österreich ein Anschlag geplant gewesen war.

"Unter den festgenommenen Terrorverdächtigen befindet sich kein Österreicher", teilte die französische Staatsanwaltschaft dem österreichischen Außenministerium am Dienstagabend mit. Die Festnahmen erfolgten dem französischen Staatsanwalt Yvon Calvet zufolge am Montagabend in Beziers und in Saint-Jean-de-Vedas bei Montpellier.

Sprengstoff bei Hausdurchsuchungen gefunden
Die fünf Verdächtigen sind zwischen 24 und 37 Jahre alt. Bei Hausdurchsuchungen wurde laut Gilles Soulie, Chef der Kriminalpolizei von Montpellier, "extrem gefährliches explosives Material" gefunden, das "viel Schaden anrichten kann". Soulie betonte aber: "Wir haben nicht festgestellt, ob ein Attentatsprojekt im Gange war." Es gehe viel mehr um "Herstellung und Besitz von Sprengstoff". Staatsanwalt Calvet sagte, es gebe keinerlei "radikal-religiösen" Hintergrund.

Der in Beziers festgenommene Mann gilt als Hauptverdächtiger und wurde seit einiger Zeit überwacht, weil er in eine Explosion in Montpellier im Jahr 2008 verwickelt gewesen sein soll, bei der es sechs Verletzte gegeben hatte. Nach Angaben von Nachbarn handelt es sich um einen 24-Jährigen, der nie auffällig war und mit seiner Mutter sowie Brüdern und Schwestern zusammen wohnte. Auch die anderen Männer lebten laut Polizei seit "einiger Zeit" in Frankreich.

In Frankreich herrscht Sicherheitsalarm
In Frankreich herrscht Sicherheitsalarm wegen der Terroranschläge von Anfang Jänner auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" und einen koscheren Supermarkt in Paris. Dabei waren 12 Menschen von drei Terroristen getötet worden, die wiederum im Gefecht mit den Sicherheitsbehörden starben.

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