Fr, 20. Oktober 2017

"Ich hatte Angst"

20.01.2015 07:44

Frau vergewaltigt und eingesperrt: 12 Jahre Haft

Sechs furchtbare Wochen lang ist eine 40-jährige Rumänin durch die Hölle gegangen. Ihr Freund (49) sperrte sie - rasend vor Eifersucht - bei sich zu Hause ein. Der Landsmann verprügelte die Frau, brach ihr drei Rippen, bedrohte sie mit einer Axt und vergewaltigte sie mehrmals. Erst als er einmal volltrunken einschlief, gelang ihr die Flucht. Am Montag wurde der 49-Jährige in Graz zu zwölf Jahren Haft und zur Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtbrecher - nicht rechtskräftig - verurteilt.

"Niemand hatte mich gezwungen, ich war freiwillig dort", erzählte die Frau in ihrer Einvernahme, die auf Video aufgezeichnet wurde. "Alles war rosa", doch dann habe sich der Angeklagte verändert. Nachdem ein Freund zu Besuch gewesen ist, drehte der 49-Jährige durch. Da kannten sich die beiden zwei Wochen.

"Er hat gesagt, dass er mich erschießt"
"Er hat mich angeschrien, mir vorgeworfen, ich würde ihn betrügen. Ich hatte Angst und wollte nach Hause", so das Opfer. Aber der 49-Jährige hatte andere Pläne. Er nahm ihr die Autoschlüssel weg und sperrte sie ein. "Ich musste machen, was er wollte", weinte die Rumänin. Er hat sie gewürgt, Blumentöpfe nach ihr geworfen, sie mit heißem Kaffee verbrüht. "Er hat gesagt, dass er mich erschießt, wenn ich gehe. Dann hat er mir die Kugeln von seiner Pistole gezeigt", schilderte das Opfer.

"Einmal hab' ich probiert zu fliehen", erklärte die 40-Jährige weiter. Doch der 49-Jährige holte sie ein. Als sie sich im WC einsperrte, zertrümmerte er die Tür mit einer Axt, schlug die Frau mit einer Fliese. "Ich hab' geschrien, aber niemand hat mich gehört."

Angeklagter laut Gutachten in höchstem Maße gefährlich
Dann, nach wochenlangen Qualen und mindestens vier Vergewaltigungen (bei den Erzählungen musste sich die Frau zwischen den Weinkrämpfen mehrmals übergeben) gelang ihr die Flucht. Der Angeklagte, er hat eine psychische Störung und ist laut Gutachten in höchstem Maße gefährlich, leugnet und spricht von einer Verschwörung. Die 40-Jährige sei angeblich oft betrunken gestürzt, daher die Verletzungen.

Der Schöffensenat erachtete den Angeklagten für schuldig. Die Verteidigung hat Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung angekündigt.

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