Do, 24. Mai 2018

Angriff im Irak

19.01.2015 22:34

Erstmals Gefecht zwischen IS und kanadischer Armee

Erstmals seit dem Beginn der internationalen Luftangriffe auf die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) haben sich im Irak kanadische Soldaten Bestätigungen zufolge Bodengefechte mit den islamistischen Kämpfern geliefert, sagte Brigadegeneral Michael Rouleau am Montag.

Die kanadischen Spezialkräfte seien vor einigen Tagen zunächst bei "einem Planungstreffen mit irakischen Befehlshabern mehrere Kilometer hinter der Front" gewesen, so Rouleau weiter. Als sie sich zur Front begeben hätten, um Pläne vor Ort durchzugehen, seien sie "unter direktes und wirkungsvolles Mörser- und Maschinengewehrfeuer" geraten, gegen das sie sich zur Wehr gesetzt hätten. Kein Kanadier sei verletzt worden.

Der IS hatte im vergangenen Jahr Teile des Nordirak und des Nachbarlands Syrien besetzt. Eine US-geführte internationale Allianz aus westlichen und arabischen Staaten fliegt seit Monaten Luftangriffe auf IS-Kämpfer in beiden Ländern. Gefechte am Boden mit Beteiligung westlicher Streitkräfte gab es offiziellen Angaben zufolge allerdings bisher nicht.

EU will mit arabischen Staaten zusammenarbeiten
Die EU will unterdessen stärker mit der Türkei und arabischen Staaten im Kampf gegen den Terrorismus zusammenarbeiten. In den kommenden Wochen würden "spezifische Projekte mit bestimmten Ländern" ausgearbeitet, "um das Niveau bei der Antiterror-Zusammenarbeit zu erhöhen", sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Montag nach einem EU-Außenministertreffen in Brüssel.

Sie nannte neben der Türkei Ägypten, Algerien, den Jemen und die Golfstaaten. Mogherini unterzeichnete in Brüssel mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, eine Absichtserklärung für eine verstärkte Zusammenarbeit. Sie beziehe sich neben dem Kampf gegen den Terrorismus auch auf bessere Kooperation, "um die verschiedenen Krisen in der Region anzugehen", sagte die EU-Außenbeauftragte unter anderem mit Blick auf Libyen, Syrien und Irak.

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