Sa, 26. Mai 2018

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19.01.2015 15:31

NSA offenbar in Nordkoreas Netzwerken eingenistet

Die NSA hat sich offenbar schon vor Jahren in nordkoreanische Netzwerke gehackt und dort "eingenistet". So soll es dem US-Geheimdienst auch gelungen sein, den Angriff auf das Filmstudio Sony Pictures nach Nordkorea zurückzuverfolgen, berichtete die "New York Times" am Montag.

Die NSA habe sich bereits 2010 Zugang zu nordkoreanischen Computersystemen verschafft, schrieb die Zeitung unter Berufung auf anonyme Offizielle und ein Dokument von Edward Snowden, welches das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Wochenende veröffentlicht hatte. Südkorea habe der NSA geholfen, so die Zeitung.

Der Geheimdienst soll demnach Software eingeschleust haben, um Nordkoreas Aktivitäten zu überwachen. Die Informationen aus dieser Spionageaktion hätten dazu geführt, dass die USA Nordkorea für den Hackerangriff auf das Filmstudio Sony verantwortlich machten, schrieb das Blatt.

Warum wurde Sony nicht gewarnt?
Allerdings stellte die Zeitung die Frage, warum die USA von dem Angriff offenbar überrascht wurden und Sony nicht warnen konnten. Offenbar habe der Geheimdienst erst nach Beginn des Angriffs zurückverfolgen können, dass Hacker die Zugangsdaten eines Sony-Mitarbeiters gestohlen hätten, hieß es. Der US-Fernsehsender NBC berichtete, die US-Regierung habe erst von dem Angriff erfahren, als Sony sich an die Bundespolizei FBI gewandt habe.

Falsche Fährte?
Mehrere Sicherheitsexperten hatten die Verbindung zu Nordkorea angezweifelt. Cyberangriffe seien schwer verlässlich zurückzuverfolgen, argumentierten sie. Der Hinweis auf IP-Adressen aus Nordkorea könne eine falsche Fährte sein, die die Angreifer absichtlich gelegt hätten. Das FBI hatte gesagt, dass die Hacker "unvorsichtig" geworden seien und ihre IP-Adressen nicht verborgen hätten. Diese Hinweise hätten auf Nordkorea hingedeutet.

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