Sa, 26. Mai 2018

Dschihadisten-Razzia

16.01.2015 07:27

Zwei Tote bei Anti-Terror-Aktion in Belgien

Bei einer Anti-Terror-Aktion im ostbelgischen Verviers hat es am Donnerstag zwei Tote gegeben. Der öffentlich-rechtliche Sender RTBF hatte zunächst von drei Todesopfern berichtet, die Behörden korrigierten die Angaben später auf zwei, eine Person sei schwer verletzt worden. Die drei Männer waren laut Medienberichten Heimkehrer aus dem syrischen Bürgerkrieg, die einen "großen Anschlag" geplant hatten. Einen Zusammenhang mit den Attacken in Paris soll es nicht geben. Am Freitagmorgen kam es dann auch in Berlin zu einem Anti-Terror-Einsatz, zwei Männer wurden dabei festgenommen.

Die 41 und 43 Jahre alten Festgenommenen und drei weitere Männer stehen laut Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei im Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Syrien. Die Männer hätten auch für die Terrormiliz "Islamischer Staat" geworben.

Es lägen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass sie Anschläge in Deutschland geplant hätten. Durchsucht wurden im Auftrag des Berliner Generalstaatsanwalts elf Wohnungen mit Schwerpunkt in Wedding. Im Einsatz waren 250 Beamte und drei Spezialeinsatzkommandos.

Anti-Terror-Einsatz in Belgien: "Feuer eröffnet"
Auch in Belgien wurde mutmaßlichen Dschihadisten das Handwerk gelegt: Der Zugriff erfolgte laut Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend gegen 18 Uhr in der Stadt Verviers, 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Als die Spezialkräfte eintrafen, hätten die mutmaßlichen Dschihadisten "sofort" das Feuer eröffnet. Dabei hätten sie Sturmgewehre und andere schwere Waffen eingesetzt, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Zivilisten oder Polizisten seien nicht verletzt worden, der verletzte Verdächtige wurde festgenommen.

Die Spezialkräfte griffen in einer ehemaligen Bäckerei im Stadtzentrum zu. Augenzeugen berichteten von Schüssen, es seien mindestens drei Explosionen zu hören gewesen. Das Einsatzgebiet wurde abgeriegelt, die Anrainer wurden aufgefordert, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Die verdächtige Gruppe sei zuvor abgehört worden, dabei seien die Anschlagspläne zutage gekommen, berichtete das belgische Fernsehen. Laut Staatsanwaltschaft habe "unmittelbare Gefahr" bestanden.

Auf Twitter kursierte ein Bild, das offenbar den Einsatz zeigt:

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