Sa, 25. November 2017

19 Mal zugeschlagen

15.01.2015 13:13

Brutale Serienräuber-Bande dingfest gemacht

Mit brutaler Waffengewalt ist eine Räuberbande bei einer Serie von 19 Überfällen vorgegangen. Insgesamt wurden sieben mutmaßliche Täter ausgeforscht und festgenommen, zuletzt ging der Bandenboss den Fahndern in Wien ins Netz. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 550.000 Euro.

Elf Banken und drei Juweliergeschäfte sollen von den Räubern mit gezückten Pistolen heimgesucht worden sein. Zudem gehen laut Polizei zwei Raubüberfälle auf Lebensmittelgeschäfte sowie drei Einbruchsdiebstähle auf das Konto der Bande.

Dabei schreckten die schwer bewaffneten Täter auch nicht davor zurück, ihre Opfer mit ihren Faustfeuerwaffen zu bedrohen und körperliche Gewalt anzuwenden, wie auch auf mehreren Bildern aus Überwachungskameras festgehalten wurde. "Die Täter waren bei den Überfällen immer bewaffnet, bei einem Bankraub in der Thaliastraße wurde auch einmal geschossen", sagte Oberstleutnant Robert Klug.

Fingerabdruck als heiße Spur
Seit 2010 war man den Tätern, die bereits 2004 erstmals zugeschlagen hatten, auf der Spur. Festnahmen und Verurteilungen folgten. Ein Banküberfall auf die Volksbank in Favoriten im Februar 2010 wurde den Räubern schließlich zum Verhängnis. "Die Täter verstauten bei diesem Raub ihre Beute in Gefriertragetaschen", so Klug. Eine davon konnten die Ermittler samt Fingerabrücken sicherstellen.

Bandenboss in Wien geschnappt
Die Bande konnte 2010 dann noch vier weitere Überfälle begehen. Insgesamt sieben Mitglieder gingen den Fahndern des Landeskriminalamts Wien aber schließlich ins Netz- darunter auch eine Wienerin, die sich aus Liebe zu einem der anderen Täter an Banküberfällen beteiligt hatte. Nur der Kopf der Bande fehlte - bis 6. Oktober 2014: Da klickten auch für den 29-jährigen Ion T. in Wien-Ottakring die Handschellen, berichtete der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes, Oberst Michael Mimra, am Donnerstag.

Der Bandenchef wurde bei einem Einbruchsdiebstahl in Ottakring gestellt. "Er hatte bei seiner Festnahme eine gefälschte ukrainische Identität", sagte Klug - seine Fingerabdrücke überführten den Mann aber schnell. Der Verdächtige habe dann "nach wochenlanger intensiver Befragung" gestanden, so Mimra.

Bis zu neun Jahre Haft
Bis auf Ion T. und einen Verdächtigen, der in der Republik Moldau noch in Auslieferungshaft sitzt, sind inzwischen alle Männer verurteilt. Bis zu neun Jahre Haft wurden ausgesprochen. Zwei Verurteilte sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Von der Beute konnte allerdings nichts mehr sichergestellt werden. Die Ermittlungen sind aber noch nicht zu Ende, so Mimra.

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