So, 22. Oktober 2017

Dramatischer Fall

15.01.2015 15:09

12 Luftballons im Bauch: Katze starb nach Not-OP

Einen derart dramatischen Fall sehen auch die Tierärzte des Wiener Tierschutzvereins nicht alle Tage: Eine junge Katzendame, die als Fundtier von der Tierrettung aus dem 22. Bezirk geholt wurde, erwies sich bereits kurz nach der Einlieferung als Notfallpatient. Das Tier hatte zwölf Luftballons verschluckt! Trotz sofortiger Not-OP ist der Vierbeiner nun verstorben.

Nachdem das etwa einjährige und stark abgemagerte Tier am Mittwochmorgen mehrmals erbrochen hatte, wurde es umgehend auf Verdacht von Fremdkörpern untersucht. Ein Röntgen bestätigte diesen, die Katze wurde daraufhin notoperiert. Dabei kam ein unfassbarer Fund zutage: Das Tier hatte zwölf ganze Luftballons sowie 29 Ballonhalsstücke verschluckt.

Kampf um das Leben von "Hope" verloren
Die Ärzte kämpften über eine Stunde um das Leben der Katze. Noch während der OP erhielt sie den Namen "Hope". Zwar verlief der Eingriff an sich erfolgreich und die Fremdkörper konnten allesamt entfernt werden, die Überlebenschancen waren ob des körperlichen Zustands der Katze allerdings sehr schlecht. Laut den WTV-Tierärzten dürften sich die Ballons schon seit Längerem im Körper der Katze befunden haben. Am Donnerstag verstarb das Tier trotz aller Bemühungen.

Ballons vermutlich im Spiel verschluckt
Wie und warum die Katze eine derart große Menge an Ballons verschlucken konnte, bleibt unklar. "So einen Fall hatten wir noch nie. Fremdkörper werden leider immer wieder verschluckt, aber dieser Fall ist extrem. Da es sich um eine sehr junge Katze handelt, könnte es sein, dass das Tier hinter Ballons, die aufgeblasen und dann losgelassen worden sind, hergedüst ist und die 'Beute' dann verschluckt hat. Dass eine Katze einfach so Ballons frisst, scheint sehr unwahrscheinlich", so WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

Petrovic: "Verantwortung der Tierhalter"
Dabei sollte doch gerade in der Faschingszeit, wo Ballons, Girlanden & Co. immer ein Risiko für Haustiere darstellen, besonders auf deren Sicherheit geachtet werden. "Jedenfalls hätte die Katze niemals an die Ballons herankommen dürfen. Gerade bei jungen Tieren ist der Spieltrieb sehr ausgeprägt. Bänder, Schnüre, Kleinteile oder auch Gummitiere oder Ballons - alles kann zum Verhängnis werden. Es ist die Verantwortung der Tierhalter, darauf zu achten, dass aus einem vermeintlich lustigen Spiel nicht eine lebensbedrohliche Tragödie wird", so Petrovic.

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